Aufsatz 
De rebus Plataeensium / vom ... Friedrich Münscher
Entstehung
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4. Geschichte in 2 w. St. s. Cl. V. 5. Geographie in 2 w. St. Erläuterung d7 Grundbegriſfe der Erdkunde nach Selten§. 1

bis 7; dann Uebungen im Bestimmen und Auffassen der Ortslage nach Längen- und Breiten- kreisen; endlich übersichtliche Auffassung von Land und Meer, und Topik der fünf Erd- theile nach ihren Haupteintheilungen und ihren einzelnen Ländern Selten§. 8 bis 15.

Der Unterricht kehrt mit einiger Abwechselung im Lehrverfahren und der Wahl des spe- ciellen Stoffs halbjährlich wieder. Dr. Feussner.

6. Naturgeschichte in 2 w. St. s. Cl. V.

7. Arithmetik in 2 w. St., im S. die ersten Anfangsgründe des Rechnens, sodann die vier Rechnungsarten mit unbenannten ganzen Zahlen, wobei Beispiele aus Löhmann gerechnet wurden; im W. die obigen Rechnungsarten in ihrer Verbindung mit einander und ihre

Anwendung bei Fallen des gemeinen Lebens. Hierzu entsprechende Beispiele aus Löh- mann. Hülfsl. Horn.

B. Technische Uebungen.

1. Kalligraphie, in Sexta sechs, in Quinta fünf, in Quarta zwei, in Tertia zwei wöchentl. Stunden. Schreibl, Zimmermann.

2. Singen in sechs wöchentlichen Stunden, wovon eine für den Männergesaug, eine für den gemischten Chor(Sopran, Alt, Tenor und Bass), eine zu Uebungen für Tenoristen und Bassisten, eine zu Uebungen für Sopranisten und Altisten, und zwei für den Elementar- gesang verwendet wurden. Gesangl. Cantor Weikert.

3. Zeichnen. Der Unterricht hierin wird in der hier bestehenden Zeichenakademie Mittwoch und Sonnabend von 2 bis 4 Uhr ertheilt.

4. Gymnastik. Die Uebungen hierin wurden im vorigen Sommer in zwei Hauptabtheilungen zweimal in der Woche in den Abendstunden angestellt. Lehrer und Aufseher: Lückhard und Zimmermann.

II. Chronik des Gymnasiums.

Die Eröffaung des Schuljahrs geschah am 27. April 1840, im Beisein sämmtlicher Lehrer und Schüler mit einer Anrede des Directors an Letztere, welche die weise Benutzung des Schulunterrichts zum Gegenstande hatte, worauf, wie gewöhnlich, die Schulgesetze vorge- lesen wurden.

Im Lehrerpersonal hat das Gymnasium während dieses Schuljahrs keine Veränderung erlit- ten. Auch ist, was wir mit dem innigsten Danke gegen die göttliche Vorsehung erkennen, weder die Wirksamkeit der im Laufe desselben thätig gewesenen Lehrer noch der Fleiss und Eifer der Schüler durch Rrankheiten oder durch andere Hindernisse auf längere Zeit gestört worden. Blos der schon früher als krank gemeldete Gymnasiallehrer Dr. Molter sah sich leider! wegen der sehr langsamen Fortschritte in seiner Besserung. die jedoch nach ärztlichem Gutach- ten noch immer der Hoffuung zu seiner Wiedergenesung Raum geben, ausser Stande, am Un-