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B. Unterricht. 1. Allgemeines.
Durch die Aushilfe des Konrektors Otto an dem Realgymnaſtum reichten die Lehr⸗ kräfte des Gelehrten⸗Gymnaſiums bei den ſtarken Klaſſen, von denen die Quinta ihrer gro⸗ ßen Schülerzahl wegen im Deutſchen, Lateiniſchen und in der Geographie in zwei von ein⸗ ander getrennten Abtheilungen unterrichtet werden mußte, nicht mehr aus, um den fruüheren Lehrplan ohne Ueberbürdung der Lehrer mit Lehrſtunden und Korrekturen in allen Stücken durchzuführen. Es wurde daher von Herzoglicher Hohen Landesregierung geſtattet, den Ge⸗ ſchichts⸗ und mathematiſchen Unterricht an die beiden Abtheilungen der Sekunda, die ihn früher von einander getrennt erhalten hatten, gemeinſchaftlich zu ertheilen und die an die Stelle der griechiſchen tretenden, außerordentlichen Unterrichtsſtunden in der Mathematik für diejenigen Schüler der Quarta, welche auf das Realgymnaſium überzugehen beabſichtigen, mit den 4 mathematiſchen Stunden der Tertia zuſammenfallen zu laſſen, ſo daß dieſe jetzt nur noch 1 Stunde geſondert erhalten.
An dem in den beiden Oberklaſſen ertheilten, jedoch nicht verbindlichen Unterricht im Engliſchen und Hebräiſchen, welchem erſteren beizuwohnen auch vorgerückteren Schülern der Tertia erlaubt wird, haben ſich in dieſem Schuljahre am Engliſchen 33, am Hebräiſchen 12 Schüler betheiligt. An den mathematiſchen Nachhilfeſtunden, welche mit Befreiung vom Grie⸗ chiſchen für die Schüler in Quarta eintreten, die ſich für den Eintritt in das Realgymna⸗ ſium vorbereiten, nahmen 7 und an dem freiwilligen Unterricht im freien Handzeichnen 11 Schüler aus den Oberklaſſen Antheil.
Faſt während des ganzen Schuljahres hat Profeſſor Müller den künftigen Schülern des Realgymnaſiums in Mathematik und ebenſo während des Winterhalbenjahres Profeſſor Lüdecking den Schülern der Sekunda, die ſich alle freiwillig dazu gemeldet hatten, im La⸗ teiniſchen eine außerordentliche, woͤchentliche Unterrichtsſtunde unentgeltlich ertheilt.
2. Beſonderes. Ueberſicht der im Schuljahre 185% behandelten Lehrgegenſtände. A. Sprachunterricht. mirt. Die Satzlehre wurde an die Lektüre geknüpft.
— Aufſätze. Müller, Profeſſor. 1. Deutſche Sprache. Abth. A. wöch. 2 St. Die meiſten Stücke in Waker⸗ VII. Kl. wöch. 4 St. Die meiſten Stücke aus Wacker⸗
nagel's Leſebuch III wurden geleſen und erklärt, nagel's deutſchem Leſebuche, Theil I, wurden ge⸗ zum Theil memorirt und zur Darſtellung der
Satzlehre benutzt.— Aufſätze. Seyberth, Kon⸗ rektor.
V. Kl. wöch. 2 St. Ausgewählte Gedichte, vorzüglich der epiſch⸗lyr. Gattung aus Spieß’ deutſchem Leſebuche wurden dem Inhalte nach erklärt. Auf⸗ ſätze und Deklamationsübungen. Bugler.
III. Kl. wöch. 2 St. Erklärung ausgewählter Gedichte aus Spieß' Leſebuch nach Inhalt und Form. Das Wichtigſte der deutſchen Poetik. Aufſätze;
Deklamationsübungen. Derſelbe.
II. Kl. wöch. 2 St. Erklärung Schillerſcher und Göthe⸗
ſcher größerer Gedichte; Göthe’'s Hermann und
Dorothea. An die Lektüre wurden die wichtigſten
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leſen und erklärt, die poetiſchen memorirt. Münd⸗
liches und ſchriftliches Wiedergeben des Geleſenen. Einzelnes aus der Formen⸗ und Satzleyre. Auf⸗ ſätze und orthographiſche Uebungen. Schmitthen⸗ ner, Kollaborator.
VI. Kl. wöch. 3 Sk. Leſen und Erklären ausgewählter Stücke aus Wackernagel's deutſchem Leſebuche, Tohl. II. An den Leſeſtoff knüpfte ſich das Wichtigſte
aaus der Lehre vom zuſammengeſetzten Satze, Dekla⸗
mationsübungen und Aufſätze. Bogler, Konrektor.
V. Abth. B. wöch. 2 St. In Wackernagel's Leſebuch,
T)l. III, wurden die meiſten Stücke geleſen und
erklärt, die poetiſchen theilweiſe memorirt und dekla⸗
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