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argumentum breviter enarratur.— Achilles et Patroclas rarae amicitiae exempla me- rito laudantur.— Arria, Caecinae Paeti uxor, virtutis muliebris lande splendet.— Num Plinius Secundus jure jactantior habeudus sit, quibusque causis exeusari possit. — Carmina Horat. pueris literarum studiosis legenda commendantuar.—
c. Franzöſiſche Aufſätze. Kl. I. Deren wurden im Ganzen 4 von den Primanern gefertigt, deren Themata ſich die Schüler ſelbſt wählten.
2) Die Erweckung, Erhaltung und Richtung des Privatfleißes machten ſich die Lehrer aller betreffenden Klaſſen zur beſonderen Aufgabe. Mittel dazu waren: a. Lektüre, deren Inhalt und Controle in der ſpeciellen Ueberſicht der Lehrgegenſtände am gehörigen Orte beigefügt iſt; b. prak⸗ tiſche Arbeiten, nach eigner Wahl von dem Schüler übernommen, und vom Lehrer privatim geleitet und revidirt. Dieß hatte beſonders Statt in der deutſchen, lateiniſchen, franzöſiſchen Sprache und in der Mathematik von Seiten der Gymnaſtallehrer Barbieur, Becker, Bill, Müller, Weppelmann; c) Privatunterricht in Schulgegenſtänden, theils zur Nachhilfe in den Klaſſen, theils zur Förderung beſonderer, außerhalb der Schule liegenden, Zwecke. Am meiſten hatte er Statt in der Mathematik, worin die von Privatſchulen kommenden Schüler, wenn ſie von dem Gymnaſium recipirt werden, in der Regel am mangelhafteſten vorbereitet ſind, und mit dem Klaſſenunterrichte nicht fortſchreiten können. Weniger, und nur bei einzelnen Schulern, wird er zur Nachhilfe ertheilt im ſprachl. Gebiete, wo er auch nur in ganz ſpeciellen Fällen gerechtfertigt erſcheint, und darum nur mit Genehmigung des Directors und des Klaſſenordinarius in der Regel von dem Gymnaſiallehrer ertheilt wird. Ueber falſche Anſichten darüber, die unter Eltern und Schülern noch vielfach herrſchen, iſt in dem vorjaährigen Programme des hieſigen Gymnaſiums Seite 25 das Nöthige geſagt worden.
3) Befreiung vom Griechiſchen Sprachunterrichte, die geſetzlich geſtattet iſt, wurde von Kl. V. bis I. im Ganzen von 10 Schülern in Anſpruch genommen, die, in Ausſicht, ſich einem techniſchen Fache zu widmen, dieſes zum Grunde einer Dispens geltend machten. Sie wurden in Parallellectionen, die ihrem beſonderen Bildungsgang entſprachen, ſo weit und ſo gut es der Plau des Ganzen zuließ, beſchäftigt. Daß aber der Wegfall der häuslichen Studien in dieſem Zweige und der Beſuch der Parallellectionen eine andere Seite ihrer Bildung weſentlich gefördert hätte, dafür fehlt leider am Gymnaſium faſt gänzlich die Erfahrung. Zur tüchtigen Verwerthung der freigewordenen Zeit fehlt der Jugend der Ernſt und die moraliſche Kraft; es werden darum dieſe Stunden meiſt verloren, und was das Vorankommen fördern ſollte, bringt in wiſſenſchaftlicher und ſittlicher Beziehung oft zurück. Das Erlernen des Griechiſchen fördert die Geiſteskraft und kräftigt den Willen, nützt alſo zu allen andern Studien, und beeinträchtigt ſie nicht,(wie denn unſere beſten Schüler am Gymnaſium ſtets Griechiſch lernen), und gibt zu jedem künftigen Lebensberufe in der erhöhten Befähigung einen geiſtigen Schatz mit, den die Eltern wahrlich' höher anſchlagen ſollten. Und wie mögen ſie außerdem ſchon ſo früh über die Lebensbahn ihres Sohnes verfügen und ihn auf eine Berufsweiſe beſchränken, die ſeiner individuellen Anlage, bei reiferer Erwägung, vielleicht gar nicht entſpricht? Mehr als ein Zögling, der ſich als Knabe vom Griechiſchen dispen⸗ ſiren ließ, bereute es als Jüngling, und ſprach, zu ſpät, dieſe Reue mir unverholen aus.
4) Der Unterricht im Hebräiſchen und Engliſchen wurde in öffentlichen Stunden ertheilt, die Theilnahme daran war aber freigeſtellt. Dabei melden ſich meiſtens zu Anfang eine größere Anzahl von Schülern, die dann, wenn der Ernſt der Arbeit eintritt, nach und nach zurückgehen.
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