Aufsatz 
Stereometrische Konstruktionen. Projektionslehre für die Prima des Gymnasiums
Entstehung
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III. Chronik des Gymnasiums.

. Das Schuljahr wurde nachmittags den 25. April mit einer Andacht und der Verpflichtung der neuaufgenommenen Schüler eröffnet.

. Wenige Tage nach Beginn der Schule traten die behufs Teilung der Prima und der beiden obersten Vorschulklassen neuberufenen Lehrer Dr. Adolf Linz und Eduard Schultheis in das Lehrerkollegium ein.

Johannes Adam Adolf Linz, geboren am 28. Oktober 1858 zu Fulda, kath. Konfession, besuchte von Ostern 1868 bis dahin 1877 das Gymnasium zu Fulda und studierte dann auf den Universitäten zu Leipzig, München und Marburg Mathematik und Naturwissenschaften. Er promovierte im März 1882(Dissertation: Ueber klimatische Verhältnisse von Marburg a,L.) und bestand im April 1882 die Prüfung pro facultate docendi. Nachdem er darauf sein Probejahr am Gymnasium zu Hersfeld abgeleistet hatte und bis Ostern 1885 mit einigen Stunden unentgeltlich am Gymnasium zu Fulda beschäftigt gewesen war, übernahm er die Einrichtung und Leitung einer Privatschule zu Amoeneburg(Kreis Kirchhain), bis er zu Ostern 1892 als wissenschaftlicher Hilfslehrer an das Kgl. Kaiser-Friedrich-Gymnasium berufen wurde.

Eduard Schultheis wurde am 30. März 1869 zu Hersfeld geboren. Er besuchte in den Jahren 1884 bis 1889 die Präparandenschule und das Königl. Schullehrerseminar zu Schlüchtern. Nach Ablegung der ersten Lehrerprüfung am 25. September 1889 kam er als Hilfslehrer in Burg Gelnhausen zur Verwendung und erhielt dann im Juli 1890 die Volksschullehrerstelle zu Hommershausen(Kreis Frankenberg). Definitiv angestellt wurde er nach der bestandenen zweiten(prakt.) Lehrerprüfung am 28. Dezember 1891. Am 1. Mai 1892 wurde er als Elementarlehrer an das Königl. Kaiser-Friedrichs-Gymnasium versetzt.

Dagegen schied aus dem Verband des Kollegs Dr. Herm. Spindler, nach einer nur halbjährigen Thätigkeit an der Anstalt als unbesoldeter Hülfslehrer, um einem Rufe

an das Marburger Gymnasium zu folgen.

Von den beiden seit Herbst 1891 an dem Gymnasium beschäftigten Probekandidaten Dr. E. Aust und Otto Rasch verblieb der erstere nach Ableistung des Probejahrs an der Schule als unbesoldeter Hülfslehrer. Zu Michaelis begannen die Kandidaten Dr. Ernst. Stoecker und Oscar Lesser ihr Probejahr an der Anstalt.

Mit dem neuen Etatsjahre trat auch der neue Normaletat für die Lehrer in Kraft. Wenn wegen der Finanzlage des Staates durch ihn auch nicht alle billigen Wünsche des Lehrerstandes erfüllt werden konnten, so bezeichnet er doch im Zusammenhang mit der nachfolgenden Neuordnung der Rangverhältnisse und Titulatur einen erfreulichen und dankenswerten Fortschritt in der äusseren Stellung unseres Standes.

Am 19. Mai wurde das Maifest durch Ausflüge sämtlicher Klassen unter Führung ihrer Lehrer in die Umgegend gefeiert.

Die nationalen Gedenktage für die beiden ersten deutschen Kaiser wurden am 15. Juni, am 18. Oktober und am 9. März in gemeinsamer Andacht und mit Ansprachen von Lehrern gefeiert. Am Sedantage fand eine Schulfeier in der Aula statt, bei welcher Oberlehrer Wiegandt in einem Vortrage den Organismus des Deutschen Reiches behandelte. Der

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