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Mineralogie, Botanik, Zoologie sowie in Physik, Chemie
längere Zeit hindurch und stufenweise bereits Unterricht erhalten, so dass er es bei seinem Abgange aus der betreffenden Anstalt dahin gebracht haben kann,
mit den wichtigsten Krystallgestalten und den verschiedenen Pflanzen- theilen bekannt zu seyn und innerhalb gewisser Grenzen ein ihm vorgelegtes Mineral oder eine solche Pflanze zu bestimmen, ferner die Hauptgesetze der anorganischen Physik und von der anorganischen wie organischen Chemie nicht bloss die wichtigern Stoffe und deren Verbindungen und Verbindungs- gesetze zu kennen, sondern auch von einem nicht zu complicirten Körper die Bestandtheile durch methodisch angestellte Versuche nachzuweisen,— wobei es sich von selbst versteht, dass er ausserdem einen tüchtigen Grund in den mathematischen Wissenschaften gelegt, ohne die bei Weitem der grösste Theil der Naturwissenschaften jetzt nicht mehr zugänglich ist und die seit Herbart mit einem gar nicht abzuleugnenden Erfolge selbst in das Gebiet der Psychologie vorgedrungen sind.
Auf diese Weise allein scheint es möglich zu seyn, den wachsenden An- sprüchen an das Studium der Arzneikunde und zwar in einer Weise zu genü- gen, die nicht bloss für die Studienzeit, auch nicht für das letzte Examen, sondern zugleich für jeden weitern Fortschritt in der Wissenschaft, also für das Leben ausreicht.
Denn was in kurzer Frist mit grosser Hast aufgenommen worden, das kann höchstens bei ganz ungewöhnlichen Geistesgaben, die doch unmöglich maassgebend sind, dauernd haften und wird sich um so leichter wieder ver- flüchtigen, als dessen Aneignung bereits in eine Altersstufe fällt, wo wenig- stens eine Seite der Gedächtnisskraft bereits über die Blüthezeit hinaus ist. Die Richtigkeit dieser Behauptung dürfte durch die Prüfungsergebnisse kaum genügend zu widerlegen seyn, wo vielleicht kurz zuvor die Geister noch einmal heraufbeschworen worden.
Weit naturgemässer dagegen wird sich das ganze Studium gestalten, wenn jahrelang vorher eine ernste Beschäftigung mit jenen Gegenständen statt


