Aufsatz 
Über Resonanzschwingungen gespannter Saiten / von Dr. Heinr. Karl Müller, Gymnasiallehrer
Entstehung
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und Taxis zu Regensburg angenommen hatte, die nachgeſuchte Entlaſſung aus dem Staatsdienſte vom 1. April ab erteilt und gleichzeitig der Kandidat des höh. Lehramts Joh. Jung mit Verſehung der Stelle eines wiſſenſchaftlichen Hülfslehrers am hieſ. Gymnaſium zunächſt für das Sommerſemeſter beauftragt. Dieſer Auftrag wurde ſodann durch Verf. vom 20. Sept.(S. 4231) auch auf das Winterſemeſter efſtreckt.

Dr. Joſ. Rübſam, geb. zu Fulda am 24. Dez. 1854, kathol. Konf., abſolvierte das Gymn. ſeiner Vaterſtadt

Oſtern 1874, ſtudierte in Würzburg und Leipzig, erwarb an letzterem Orte am 27. Jan. 1879 die philoſophiſche Doktor⸗

würde und veröffentlichte bei dieſer Gelegenheit als Diſſertationsſchrift:Kirchen⸗ und ſtaatsrechtliche Stellung der

exemten und reichsunmittelbaren Abtei Fulda. gr. 8⁰0 VII und 76 S. Fulda bei Al. Maier 1879. Nachdem er am 9. Dez. desſelben Jahres in Leipzig die Prüfung pro facultate docendi abgelegt und hierauf das pädagog. Probe⸗ jahr am hieſ. Gymnaſium beſtanden hatte, übernahm er zu Anfang des Jahres 1881 vorübergehend eine Anſtellung als Lehrer des zweiten Sohnes Ihrer Königl. Hoheit der Fürſtin von Thurn und Taxis. Oſtern 1882 wurde er an das Kaſſeler und Herbſt 1882 an das hieſige Gymnaſium als wiſſenſchaftl. Hülfslehrer berufen. Außer einigen kleinern

Publikationen in den hiſtor.-⸗politiſchen Blättern, in der hiſtoriſchen Zeitſchrift der Görresgeſellſchaft ec. veröffentlichte

derſelbe in der Zeitſchrift des Vereins für heſſiſche Geſchichte und Landeskunde N. F. Bd. IX u. X zwei größere hiſtor.

Arbeiten: 1) Heinrich V. von Weilnau, Fürſtabt von Fulda, nebſt einem Exkurs über die Quellen der Geſchichte des

Hochſtifts.(Ein Separatabdruck erſchien Kaſſel 1881. XVI und 207 Seiten). 2) Der Abt von Fulda als Erz⸗

kanzler der Kaiſerin(48 Seiten).

Johannes Jung, geb. zu Girkenrod bei Wallmerod im R.⸗B. Wiesbaden am 16. Jan. 1851, kathol. Koͤnf., abſolvierte das Gymnaſium zu Montabaur Oſtern 1873, ſtudierte zu Münſter und Marburg und beſtand an letzterm

Orte die Prüfung pro facultate docendi. Nachdem er von Pfingſten 1881 ab das pädagogiſche Probeiahr am. hieſigen

Gymnaſium abgeleiſtet hatte, machte er von Oktober 1882 an den ſechsmonatl. Kurſus an der Königl. Turnlehrer⸗Bil⸗

dungsanſtalt zu Berlin durch und erwarb ſich die Qualifikation als Turn⸗ und als Schwimmlehrer.

3. Durch Verf. des Kgl. Prov. Schulkollegiums vom 29. Sept.(S. 4420) wurde genehmigt, daß der Kandidat des höheren Lehramts Dr. Adolf Linz vom 1. Oktober ab bis auf Weiteres am hieſ. Gymn. mit einigen Lehrſtunden beſchäftigt werde.

4. Durch Verf. derſelben h. Behörde vom 8. Okt.(S. 4662) wurde der Kand. des höh. Schulamts Wilh. Bruch dem hieſ. Gymn. zur Ableiſtung ſeines pädagogiſchen Probejahrs überwieſen.

5. Durch Miniſterial⸗Patent vom 22. Oktober 1883, mitgeteilt durch Verf. des Kgl. Prov.⸗Schulkoll. vom 26. Oktober(S. 4983) wurde dem Oberlehrer Jak. Gegenbaur das Prädikat Profeſſor verliehen.

Der Geſundheitszuſtand des Lehrerkollegiums während des abgelaufenen Schuljahrs war leider kein günſtiger. In der zweiten Hälfte des November erkrankte der G.⸗L. Wiskemann an akutem Gelenk⸗ rheumatismus und konnte erſt am 20. Febr. einen Teil ſeiner Lehrſtunden wieder übernehmen. Zum Glück konnte der Kandidat Dittmar Aushülfe leiſten. Auch das chroniſche Leiden des G.⸗L. Wagner nötigte denſelben zu mehrfachen Unterbrechungen ſeiner Lehrthätigkeit und erforderte noch große Schonung, welche im erſten Semeſter durch die Aushülfe des Kand. D egenhardt, im zweiten durch die des Hülfslehrers Dr. Linz und des Kand. Bruch ermöglicht wurde. Seit dem 20. März hat er einen 6wöchentl. Urlaub angetreten zum Gebrauche einer Thermalkur in Aachen. Auch der Oberl. Dr. Bölke war mehrmals, wenn auch nicht gerade auf längere Zeit(einmal 10 Tage) durch Erkrankung dem Unterrichte entzogen. Gegenüber dieſen bedauerlichen Krankheitsfällen, welche nicht ohne ſtörenden Einfluß auf die Erfüllung des Lehrplans blieben, kommen die anderweitigen Verhinderungen einzelner Lehrer auf einen oder mehrere Tage, für die meiſtens leicht Vertretung beſchafft werden konnte, nicht in Betracht.

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