Aufsatz 
Darstellung der Psychologie bei Condillac und Bonnet : philosophische Abhandlung / von Paul Mülhaupt
Entstehung
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. Eine vierte Vacanz ist dadurch eingetreten, dass der Elementarlehrer Conrad Stern, der bereits vom 14. Januar an sein Amt nicht mehr versehen hatte, infolge eines gegen ihn eingeleiteten Disciplinarverfahrens den 27. Januar suspendirt und den 23. Februar entlassen wurde.

Die Besetzung resp. Wiederbesetzung dieser vier Stellen wird hoffentlich spätestens mit Beginn des neuen Schuljahres eintreten, Für die zweite und dritte sind die Real- lehrer Feitel aus Eschwege und Dr. Ackermann aus Hersfeld bereits gewählt und bestätigt. Ein Lehrerwechsel trat noch dadurch ein, dass der seit Juli v. J. beauftragte Elementarlehrer Hassenpflug(siehe voriges Programm pag. 55), an die hiesige Bür- gertöchterschule I. und der Elementarlehrer Ludwig Eberhard von derselben Anstalt an die höhere Bürgerschule versetzt wurden.

Der letztere ist geboren zu Lippoldsberg den 6. April 1840, wo sein Vater Lehrer war. Seine Ausbildung erhielt er iu der Präparandenanstalt und dem Seminar zu Homberg und war später in Volk- marsen, Waldeck, Eschwege, Netra, Ehrsten, Breuna, Cassel, Vaake und Breitenbach thätig, bis er 1865 an die Töchterschule in Cassel überging. 3

Hiernach besteht das Lehrercollegium dermalen ausser dem unterzeichneten Rector aus:

1) den Reallehrern: Röse, Klinckerfues, Dr. Kessler, Dr. Wachen- feld, Stern, Wiegand, Pf. Zinn, Pf. Spangenberg, Credé, Hartmann, Dr. Mülhaupt.

2) dem Schreiblehrer Jäger, dem Zeichenlehrer Neumann, den Plementar- lehrern: Kothe, Heidenreich, Schellhas, Grün, Markert, Bach, Laus, Eberhard.

3) den beauftragten Lehrern: Boppenhausen für Turnen, Kaplan Hoffmann und Lehrer Schad für katholischen und Dr. Stein für israelitischen Religionsunterricht.

Im Mai und Juni machten die einzelnen Klassen, beziehungsweise jedesmal meh- rere vereinigt, in Begleitung der Ordinarien einen gemeinschaftlichen Ausflug. Ebenso wurden mehrere Klassen zu einer Turnfahrt mit den Turnlehrern vereinigt.

Die Sommerferien dauerten vom 5. Juli an 3 Wochen.

Am 2. September, als am Gedenktage der Schlacht von Sedan, betheiligte sich die Schule an der allgemeinen Feier und unternahm Nachmittags einen Ausflug in die Nähe des Tannenwäldchens, wo der Rector in einer Ansprache auf die Bedeutung des Tages hinwiess und dann Gesänge und Turnübungen mit freien Spielen wechselten.

Am 19. September begannen die Herbstferien und dauerten 3 Wochen, die Weihnachtsferien dauerten vom 19. December an 14 Tage.

III. Statistisches.

A. Die Schüler.

Von den am 15. März 1874 vorhandenen 636 Schülern gingen mit Schluss des Schuljahres 62 ab und bei Beginn des neuen gingen zu 148, sodass das Schuljahr mit 722 Schülern eröffnet wurde. Weiterhin gingen zu 51, sodass die Gesammt-Frequenz 773 betrug. Von diesen gingen wieder ab 60, von denen 15 mit dem Zeugniss der Reife;