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chen ſeine Eier an den begrabenen Leichnam legt, wo dann die ausſchlüpfende Brut ſogleich ihre Nahrung findet. Die Sorge für dieſe ihre Nachkommenſchaft iſt es auch, welche dieſe Käfer veranlaßt, Thiere zu begraben, da letztere beim Liegen an der Oberfläche ſehr bald von allerlei andern Inſekten aufgezehrt ſein würden. Der hier in Rede ſtehende gemeine Todtengräber hat, wie alle ſeine Verwandten, abgeſtutzte Flügeldecken von ſchwarzer Farbe mit zwei orangefar⸗ bigen Querbinden, ebenſolche Fühlerknöpfe, einen am Vordertheil goldgelb behaarten Halsſchild und gebogene Schienen an den hinterſten Veinen, Sehr häufig iſt er über und über mit der Käfermilbe(Gammarus coleopterorum) bedeckt.
4. Necrophorus vestigator. Herschel,“ beide ebenfalls an Aas, doch weniger häufig, als der eben be⸗
5. ruspator, Erichs., ſchriebene, dem ſie in der Färbung und Größe gleichen, während ſie ſich durch die geraden Schienen an den hinterſten Beinen von ihm unterſcheiden.
Silpnd, L.
1. Silpha thoracica, L., ein 6— 6 ¾“, langer, ziemlich platter, ſchwarzer Käfer mit unebenem, rothem Palsichitd der ſich im Walde und auf Wegen an allerlei todten Thierkörpern vorfindet.
. Silpha rugosa, L., 4— 4 ½“ lang, ebendaſelbſt, ganz ſchwarz und runzelig.
3„ Sinuata, Fabr., 5““ lang, ebendaſelhſt, mit 3 ſehr erhabenen Längslinien.
4.„ qnadripunctata, L., 6““ lang, hat gelblichbraune Flügeldecken mit 4 ſchwarzen Punkten und verzehrt nicht allein Aas, ſondern geht auch in Wäldern auf die Eichen, um die ſchädliche Proceſſionsraupe und andere Inſekten aufzuſuchen.
5. Silpha obscura, L., 6““ lang, ſchwarz, auf Wegen gemein, ſoll nach Jäger an Getreideblättern nagen.
6.„ reticulata, Pabr., 6„ lang, ſchwarz, hier nicht ſehr häufig.
7.„ atrata, I., 5% lang, ſchwarz, einer der gemeinſten Käfer, den man überall im Walde und Felde auf Wegen antrifft. Die Larbe oll die Runkelrübenpflänzden ſchädigen.
4 Catops, Edork. 1. Catops morio, Payk., 1 ½³" lang, ſchwärzlich, bräunlich bereift, unter abgefallenem Laube im 2.„ umatus, Sp., 1 ½¼“ lang, braun, Walde, auch an Aas. VII. Familie: Scydmaenidae. Cephennium, Mäalt.£ K. 1. Cephennium thoracicum, M.& K., ein winziges, nicht eine Linie langes, ſchwarzes, graubehaartes, flügelloſes Käferchen, welches an alten Baumſtämmen lebt. Scyclmauenus, Latr. Scydmaenus collaris, M.& K., 1 Sehr kleine, 6— ½“ lange, ſchwarze, in Ameiſenneſtern zu 6 hirticollis, Gyll., findende Käferchen. VIII. Familie: Pselaphidac.
Dieſe Familie enthält lauter ſehr kleine Käfer, deren Flügeldecken kürzer ſind, als der Hinterleib, denſelben alſo nicht vollſtändig bedecken. Durch ihre gedrungene Körperform unterſcheiden ſie ſich von den Staphylinen, denen ſie ſonſt ähnlich ſind.
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CGhenniam, Latr. 1. Chennium bituberculatum, Latr., 1 ½¼“" lang, braun, unter Steinen.
Pselaphus, Host. 1. Pselaphus dresdensis, Hbst., nur 1““ lang, braun, unter Steinen, 2.„ Heisei, Hbst., letzterer oft bei Ameiſen. . TWchus, Ledeh. 1. Tychus niger, Payk., ½“ lang, ſchwarz, gemein. Er,αsꝓ, Kagelann..
1. Bryaxis sanguinea, Fabr., 1““ lang, ſchwarz mit rothen Flügeldecken.
2.„ fossulata, Rchb., G“ lang, rothbraun.
3.„ impressa, Pz., 1G““ lang, ſchwarz, mit dunkelrothen Flügeldecken.
4.„ haematica, Rchb., 1““ lang, hellrothbraun. 3.
5. juncorum, Leach., ½ lang, hellrothbraun.*
Dieſe Käferchen finden ſich bei Münſter, Rüdesheim und Tredtungshauſen, auch ſonſt im feuchten Mooſe und unter Steinen im Graſe.
(Wegen Mangels an Zeit konnte dieſe Familie, ſowie das weiter vorliegende Manuſcript nicht zu Ende geſetzt werden; Fortſetzung folgt im nächſtjährigen Programme.)
——fan—


