Aufsatz 
Griechische Formenlehre
Entstehung
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2. Der Akut kann auf kurzen und langen Silben, der Cirkumflex nur auf solchen Silben stehen, die von Natur lang sind.

Anm. Eine Silbe ist von Natur lang, wenn sie einen langen Vokal oder einen Diphthong enthält; sie ist durch Position lang, wenn dem kurzen Vokale mehrere Konsonanten oder ein Doppelkonsonant folgen; muta cum liquida machen gewöhnlich nicht Position.

3. Der Akut kann nur auf einer der drei letzten, der Cirkumflex nur auf einer der beiden letzten Silben stehen. Z. B. 6 Aydεαμανον, dνον, 8Sνι.

4. Der Akut kann nur dann auf der drittletzten(antepaenultima), der Cirkumflex nur dann auf der vorletzten(paenultima) Silbe stehen, wenn die letzte(ultima) kurz ist. Z. B. däννοσαοο(Mensch), dαrra(Meer), aber deννουᷣν(des Menschen), daldrrug(des Meeres); ο%ον(Geschenk), aber οοα(des Geschenkes).

5. Ist die letzte Silbe kurz, so muss die vorletzte den Cirkumflex haben, wenn sie von Natur lang und betont ist, z. B. Moë?, dνον, νa.

6. Die Endsilben al und gelten für den Accent als kurz, z. B. dννσσασοο(Menschen), T06αα õ(Länder).

7. Benannt werden die Wörter nach ihrer Betonung in folgender Weise:

Oxytona(Akut auf der ultima.....) z. B. rννμμα(Ehre) Paroxytona(Akut auf der paenultima..) z. B. I⁶οσ(Land) Proparoxytona(Akut auf der antepaenultima) z. B. dννοααοο, deαάνdU Perispomena(Cirkumflex auf der ultima..) z. B. r⁴⁴αον(der Ehren) Properispomena(Cirkumflex auf der paenultima) z. B. IGοοοσασι

Die Paroxytona, Proparoxytona, Properispomena nennt man auch Barytona.

8. Anstatt des Akutes wird innerhalb des Satzes der Gravis gesetzt; z. B. (treu), aber d πστνσ έeνννσσeά.

Ausn. rig; ri;(wer? was?) behalten stets den Akut.

9. Merke oixog, olzou(des Hauses), Ounoos(Homer), HMnu(Elis), Aiον,,

Qisro= Gero, r0ανυνυ τοακνονα ãνmuos, 5yc gu(ich oder du).

§ 7. Atona.

Atona(ton- oder accentlos) sind folgende zehn einsilbige Wörter:

1. die Nominative des Artikels ol al,

2. die Präpositionen ày(= in c. Abl.), els oder s(= in c. Acc.), ex oder ek(ex), 3. die Konjunktionen et(wenn, ob), ds(wie),

4. die Negation oux, oox, on(nicht).

§ 8. Encliticae.

1. Encliticae(sich anlehnende Wörter) sind: a) Die Pronomina personalia gov, Oοα, ²ε, 60;, Goο, 6s. b) Das Pronomen indefinitum rig, re(aliquis, aliquid) in allen Kasus sowie die Ad- verbia indefinita xou, xoα, roο*ειν, oré, zαςσ,-. c) Der Indic. Praes. von lut(ich bin) undnut(ich sage) in allen zweisilbigen Formen. d) Die Partikeln ye(quidem), ze(que), zceo(eben) und das untrennbare ôs(hin, da).