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Ober-Tertia. Classenlehrer: im Sommer Prof. Dr. Eberz, im Winter Dr. Römer.
Religionslehre: Eyvangelisch-protestantische: Das Evangelium Lucae 1— 16 im Urtext. 4. und 5. Hauptstück. Rep. des 2. und 3. Hauptstücks. Bibelverse und Kirchenlieder im Anschluss an die Lectüre memorirt. 2 St. Battenberg. Katholische: Combinirt mit Secunda.
Lateinisch: Wiederholung und Einübung der Syntax nach Ellendt-Seyffert,§§ 234— 305. Wöchentlich ein Exercitium scholasticum oder domesticum und ein Extemporale. 3 St. Uebersetzt, erklärt und repetirt wurde Caesar B. gall. lib. IV, 18— VII, 14. Im Sommer: Prof. Eberz, im Winter Dr. Römer. Ovid's Metamorphosen. Ausgewühlte Abschnitte aus den Büchern I, IV- VIII (n. 10— 20). Etwa 200 Verse wurden memorirt. Repetition der Prosodie und der Regeln über den Hexameter nach Ellendt-Seyffert. Metrische Uebungen. 3 St. Prof. Genthe, im Winter: Dr. Steitz.
Griechisch: In der Grammatik wurde die Formenlehre repetirt und die Syntax nach Koch bis zur Lehre von den Präpositionen gelernt und in Exercitiis extempp. eingeübt; jede Woche wurde ein Exercitium scholasticum oder domesticum geschrieben. 3 St. Aus Xenoph. Anab. lib. IV, c. 8 — VII erklärt, repetirt und zum Theil memorirt. 3 St. Ferner wurde(1 St. wöchentlich) in der Odyssee lib. IV 490— V 92. gelesen, erklärt, repetirt und zum Theil memorirt. Im Sommer: Prof. Eberz, im Winter: Dr. Römer.
Deutsch: Im Sommer wurden gelesen und besprochen ausgewühlte Gedichte von Schiller, ferner Tell und Wallensteins Lager. Im Winter: Hermann und Dorothea von Goethe und die Jungfrau von Orleans von Schiller. Wöchentlich übten sich 4— 6 Schüler im Vortrag deutscher Gedichte näch eigener Wahl; alle 4 Wochen wurde ein Aufsatz geliefert und nach der Correctur sachlich und sprachlich durchgenommen. 2 St. Im Sommer: Stern; im Winter: Dr. Kemumerling.
Aufsätze: 1. Die Ursachen des zweiten punischen Krieges. 2. Ein Morgen im Walde. 3. Wie kam es, dass der zweite punische Krieg trotz der Siege Hannibals unglücklich für die Carthager endigte? 4. Der Ackerbau, die Grundlage aller menschlichen Cultur nach Schiller's»Eleusischem Pest.« 5. Woran erinnert uns die Erntezeit? 6. Apostrophe an einen im Spätwinter ausgetretenen Strom. 7. Dramatische Darstellung der Erzühlung von König Friedrich dem Grossen und dem Müller von Sanssouci(Classenarbeit). S. Ueber das Lesen. 9. Wie unterscheidet sich ein Freund von einem Schmeichler? 10. Charakterschilderung von Goethe's Hermann und Dorothea(Classenarbeit).
Französisch: Grammatik: 1 St. Ploet=' Schulgrammatik 2. Abschnitt, Lection 6— 24 zweimal durch- genommen. Die Uebungen theils mündlich, theils schriftlich. Extemporalien. Lectüre: 1 St. Aus Lüdecking I verschiedene prosaische und poetische Stücke. Auswendiglernen mehrerer Gedichte. Caumont..
Englisch: Grammatik nach Plate's Elementarbuch Lection 1— 42. Mündliche und schriftliche Uebungen. Lesestücke 1— 16. 2 St. Caumont.
Geschichte: Römische Geschichte vom ersten Triumvirate bis zum Ausgange des weströmischen Reiches. Völkerwanderung. Deutsche Kaiserzeit bis zum Eintritt der Neuzeit. 2 St. Prof. Oreizenach.
Geographie: Mittel- und Süd-Amerika; Prankreich mit seinen aussereuropäischen Besitzungen; Asien. Das deutsche Reich in seiner Neugestaltung. 1 St. Prof. Oreizenach.
Mathematik: a) Repetition und Fortsetzung der ebenen Geometrie(Planimetrie), insbesondere die Lehre von den Vierecken und vom Kreise I. Abschn.; geometrische Oerter. Anwendungen. Ein-


