Aufsatz 
Gebrauch von syn und meta c. Gen. bei Euripides
Entstehung
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matisch), gdνog, 7oνοςσ, dνν, evlc, dͤovij, dylala nur mit cuy, andre dagegen wie 6m,ο00 ν], pvd, ougla, duαεσαd, dοαt, euruxta, ö4os nur mit derd erscheinen; wohl aber sehen wir, dass jenes durchweg die älteren, dieses(nur etwa öios ausgenommen) die moderneren philosophi- schen Begriffe sind. Dies führt zu der früheren Betrachtung zurück, dass uerd bei Euripides wesentlich das Geprüge eines neueren der Prosa entlehnten Wortes hat, und wir fügen hinau, dass eine scharfe synonymische Abgrenzung der Gebiete dieser beiden Präpositionen namentlich für die späteren Dramen(incl. Soph. Phil. 0Col.) nicht durchgeführt ist: ein Ergebniss, dem wir bei Herodot und Xenophon wieder begegnen werden.

3. Euripides verbindet uerd ebenso oft mit dem Genetiv des Singulars wie mit dem des Plurals, also wie Sophokles, nicht wie Aeschylos und die älteren Dichter, aus denen sich mit Mühe fünf einzelne Belegstellen für den persönlichen Gen. Sing. beibringen lassen). Auch Collectiv(woitlog reꝓuns o?*, 5Aov atra, von Odysseus gesagt Iph. Aul. 526) und Dual(rébνnn ddeAo* sf, ratdoνν era Phoen. 1349) kommen dabei vor. Einmal stehen vielleicht beide Numeri bei gerd, wenn Heath recht hat Ion 1442 ch. zu schreiben u zœrdala eveᷣν νπνιμουνυ uëra IIOοε†ρ⁵νας τν οανοωνν væietw, voran also der dem uerd von vornherein(vgl. I, 7) angehörende Plural, wie bei uy gewöhnlich, von Homer an, der Singular voraufgeht: ein Gesetz, das auch Euri- pides beobachtet: Med. 11. 85ν dvo* rérνοισαν Tro. 392. Oεν Jdααρι α rénνο Hipp. 551. Gον τααἀm υ ꝓσονεοασοσ ν νεηναομ⁶νια lon 32. Soε†os ν⁵ Gον eρεκι σmσαςρꝙν⁴συνομ ινᷣle νε Iph. Aul. 588. G6νν dον ναυοε e. Aber sehr abweichend von dem Usus aller seiner Vorgänger und nur der Komödie und der Attischen) Prosa ähnlich ist die Verbindung des uerd mit sachlichen Begriffen, namentlich abstracter Art: für den Gen. Singular eines Sachnamens bei uerd finden sich nur zwei Beispiele vor Euripides: Soph. Phil. 298 υοαςσ μa und Oed. Col. 1636 otn olxrouv uéra, beide den jüngsten Dichtungen des Sophokles angehörig; denn das stockprosaische 1νo*ον½ε desPythagoras(Diog. Laert. VIII, 7; cf. Müller, Fr. Hist. Gr. III, 170) darf nicht mitgerechnet, werden. Euripides aber hat 26 sichre Beispiele, 19 von sachlichem Singular, 7von sachlichem Plural. Dies ist zwar lange nicht so viel mit Sachnamen verbundenes uerc als sich von vornherein in der Attischen Prosa findet, aber doch für die Sprache der Dichtkunst sehr viel.

Betrachten wir nun die einzelnen Stücke in Bezug auf diese Construction, so zerfallen sie, abgesehen vom Rhesus, in drei Kategorien:

1. Acht Dramen: Alcest. Med. Hec. Andr. Heraclid. Tro. Hel. Electra.(Rhes) weisen kein sachliches uerc auf.

2. Acht andre: Hipp.(2). Cycl.(1). Herc. fur.(2). Ion(1). Iph. Taur.(2). Suppl.(1). Phoen.(2). Orest.(1) lassen es sparsam zu.

3. Die beiden spätesten: Iph. Aul.(4). Bacch.(4) lassen es häufiger zu.

Ausserdem finden sich 5 7 Fälle derselben Gattung in den Fragmenten, eine verhält- nissmässig grosse Zahl, die, so scheinbar die Vermutung sein mag, dass die Zunahme in den Bakchen und der Aulischen Iphigenie auf dem Geschmack des jüngeren Euripides beruhe, Vorsicht gebietet und mehr darauf hinführt, dass diese Zunahme dem nach und nach sich mehr zur Prosa hinneigenden

6) Hesiod. Theog. 392 Stesichor.(?) fr. 32(Sw. Del.) Theogn. 1065 Simonid. fr. 84, 1(Epigr.) Aesch. Prom. 1067. 5

7) Denn in der lonischen, abgesehen von dem höchst unsichern Gebrauch des Hippokrates, wird dieser Genetiv im Singular ganz, im Plural beinahe ganz vermieden.