Aufsatz 
Entwickelung einiger Gesetze für den Gebrauch der griechischen Präpositionen : Mety, syn und hama bei den Epikern / T. Mommsen
Entstehung
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jedem Schriftsteller in übersichtlicher Weise darstellen. Sie wurden theils nach den ein- zelnen Präüpositionen, theils nach der Zeit und den Schriftstellern, theils auch nach der Stilgattung zusammengeordnet. Als Stufen aber nahm ich folgende sieben an: 1) über ⅓ — 2) über ⁄60— 3) über ½ 0°0— 4) über 6 0— 5) über ⁄1 0— 6) unter ⁄1— 7) was fehlt oder zu fehlen scheint.— Gelegentlich wurde dabei noch vieles Andre verzeichnet und über den Stil jedes Verfassers ein kurzes Urtheil niedergeschrieben. Obgleich ich nun so in Bezug auf das aus dem vorliegenden Material gewinnbare Resultat nicht leicht glaube haben irren zu können, muss ich doch zugeben, dass mit Rück- sicht auf das noch Fehlende dies Resultat einseitig und zweifelhaft erscheinen könnte. Es würe z. B. bei der Frage über Gesammtfrequenz und Rectionsverhältnisse möglich, dass 40 Seiten oder 1500 Verse der einen Schrift, des einen Buches des Xenophon. Herodot, Homer u. s. w., ein ganz verschiedenes Ergebniss lieferten als 40 Seiten oder 1500 Verse einer anderen Schrift und eines anderen Buches desselben Verfassers, wie dies bei den Dramen bis zu einem gewissen Grade nachweisbar der Fall ist. Dass dies doch im Ganzen nicht so ist, hat mir die nicht selten angestellte doppelte Prüfung z. B. bei Homer, Thu- kydides, Aristoteles, Plutarch, bewiesen; obgleich dabei auch bisweilen sich grössere Dis- crepanzen herausstellten(wie für Xenophons Memorabilien) und hier immer nach Stoff und Stilgattung und nach dem im Laufe des eigenen Lebens veründerten Geschmack des Verfassers manche Verschiedenheit obwalten mag, die mir entgangen ist. Dass bei Schrift- stellern der spätesten Zeit, wie bei Constantin Porph. und Eustath. Thess.— die eigentlich gar keinen Stil haben oder einen wirklichen und einen erkünstelten— auch grosse Ver- schiedenheiten vorkommen, ist wahr. Sodann ist einzuräumen, dass in Bezug auf die nega- tiven Schlüsse über Einzelfrequenz oder Einzelgebrauch diese nur bei Lesung des ganzen Schriftstellers völlig sicher sind. Es könnte z. B. sein, dass, wenn ein Autor auf 40 Seiten kein megi c. dat. oder kein το oder αeρ c. gen. beim Passivum hat, dies auf den nächsten 40 Seiten vorkommt. Ich habe nun freilich die Vorsicht gebraucht, wo mir der- gleichen besondres Fehlen auffiel, noch daranf hin beträchtliche Strecken weiter azu suchen, muss aber zugeben, dass zwischen dem was gar nicht und dem was sehr selten vorkommt bei nicht vollständiger Durchnahme ein Zweifel übrig bleibt, ebenso bei den nur theil- oder bruchstücksweise erhaltenen Schriftstellern, ob eine Gebrauchsart nicht in den verlorenen zu finden gewesen sei. Die unterste Classe der Frequenz(die 7te) ist daher von mir mit „Selten oder nie“ bezeichnet worden. Endlich ist nicht zu vergessen, dass die durch die Nothwendigkeit des Stoffes bedingte Häufigkeit der einen oder andern präpositionalen Wen- dung, namentlich in technisch-wissenschaftlichen Werken über Musik, Taktik, Mathe- matik u. s. w., eigentlich sprachlich genommen Zufälligkeiten sind, und dass die Verglei- chung nur bei einigermaassen gleichem und mannichfaltigem Inhalt ein sicheres Urtheil zu- lässt, am meisten bei den Epikern, Historikern u. s. w. unter einander. Aber trotz aller

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