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Mit dem Zeugniss der Reife wurden folgende Schüler entlassen:
A. um Ostern 1870: 1. Johann Ludiig Bock, 18 ½ Jahre alt, zum Studium der Theologie und Philo- logie, nach Göttingen;
Friedrich Otto Wilhelm Ehbenau, 18 ¼ Jahre alt, zum Studinm der Mediein, nach Marburg;
3. Richard Heymann, 20 ½ Jahre alt, Officiersaspirant, nach Cöln;
4. Luduig Julius Lindheimer, 20 Jahre alt, zum Studium der Rechte, nach Bonn;
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5. Christoph Luduwig Encke, 19 ½ Jahre alt, zum Studium der Theologie, nach Leipzig; 6. Heinrich Theodor Markuart Nabert, 19 Jahre alt, zum Studium der Theologie
und Philologie, nach Heidelberg; 7. Reinhard Julius von den Velden, 18 ½ Jahre alt, zum Studium der Medicin, nach Marburg; 8. Wilhelm Michael Anton Creizenach, 18 ¾ Jahre alt, zum Studium der Ge- schichte und Philologie, nach Göttingen; Johann Rudolf Jacobi, 19 ¼ Jahre alt, zum Studium der Medicin und Natur- wissenschaften, nach Marburg; B. im Herbste 1870: 10. Albert Ludiwig Julius Leiss, 18 Jahre alt, zum Studium der Philologie, nach Marburg; 11. Johann Heinrich Adolf Sessler, 20 ¾ Jahre alt, zum Studium der Theologie, nach Göttingen.
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Wenn sich auch im Allgemeinen die Kriegszeiten nicht günstig für die Disciplin, für die Sammlung und Lernlust der Schüler zeigten, und manche schärfere Massregel zur Aufrechthaltung der Ordnung und des Fleisses nothwendig wurde, so haben doch der gerechte Beginn und der glänzende Fortgang des deutschen Krieges nicht verfehlt, auch bei unserer Jugend die Vaterlandsliebe zu wecken und zu stärken. Wührend es gelang, die Schüler der Oberclassen von dem Eiutritt in ein eigentliches Sanitätscorps und dem verfrühten Eintritt in den activen Dienst zurückzuhalten— dem Alter nach heerespflichtig wurden nur einige Schüler im Anfang d. J. 1871, welche dann mit gütiger Rücksichtnahme auf die Unterbrechung des Schulcursus von der Behörde wieder zurückgestellt wurden—, haben fast alle unsere Primaner und Secundaner wie auch einige Tertianer in den Sommerferien und, mit Genehmigung der vorgesetzten Behörde, noch acht Tage länger als Mitglieder des„Verflegungscorps“ eifrig Tag und Nacht am Neckar-
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