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Lust gearbeitet und mehr Nutzen davon gehabt haben, als sie von den 3 aufgegebenen Unterrichtsstunden gehabt haben würden. Da diese Jünglinge doch bald auf der Akademie im Wesentlichen auf ihre eigne Thätigkeit angewiesen sind, scheint mir diese Art der Arbeit als eine Vorstufe zu grösserer Freiheit nicht unwichtig. Doch ich gebe das Verzeichniss des so während des sehr kurzen Wintersemesters in ungefähr 70 Stunden von den 17 Primanern Gelesenen:— Oberprima:(1) Sallust.(Cat. u. Jug.); Caes.(b. civ.); Aristoph.(Nub.); Tac.(Germ.); Plut.(Sertor.);—(2) Plut.(Tib. u. C. Gracch.); Sall.(Jug.); Caes.(b. civ.); Ovid.(Metam. 1— 3);—(3) Sueton.(Oct. Tib. Calig. Claud. Ner.); Caes.(b. gall. 1— 3); Cass. Dio(53):—(4) Thuc.(3. 4. 5.); Caes.(b. civ.); Soph. (Electr., Oed. Rex, Trach.);—(5) Caes.(b. civ.); Cic.(in Cat. 1— 4; Brut.(zur Hälfte); in Verr. 1 u.(zur Hälfte) 2; Vergil.(Buc.); Soph.(Oed. R.); Aesch.(Sept.); Lucian(Gall., Char., diall. mort. etc.);—(6) Plut.(Timol.); Corn. Nep.(Timol.) Caes.(b. civ.); Liv.(7. 8. 9. 10.); Plat.(Apol. Socr.);— Unterprima:(1) Soph.(Oed. R.; Oed. Col.; Antig.; Phil.; Trach.); Demosth.(Phil. II; de Pace; de Chers.; Phil. III);—(2) Hom. (IIl. 1— 8); Tac.(Ann. 1— 3; Liv.(1);—(3) Ovid.(Metam. 1— 15; Amor. 1— 3; Trist. 1— 3);—(4) Hom.(Il. 1— 8); Sall.(Jug.); Caes.(b. civ. 1. 2.);—(5) Plut.(Pericl.; Alcib.); Herod.(1. 2.);—(6) Vergil.(Buc.); Plut.(Aristid., Cato Mai.); Horat.(Od. 4;
Epod.); Sallust.(Cat. Jug.); Tac.(Germ., Agric.); Soph.(Oed. Col.);—(7) Catull.; Hom.(Hymn.; Fragm.; Epigr.; Batrach.); Vergil.(Buc.; Georg.);—(8) Plut.(Aristid.); Herod.(1. 2. 3.);—(9) Hom.(Il. 1— 4);—(10) Hom.(Il. 1— 8; Od. 1— 4. 9.);
(11) Tac.(Germ.; Agric.); Plat.(Apol. Socr.); Vergil.(Buc.).— Ueberblickt man diese Angaben, so fällt einem zunächst die Verschiedenheit in der Art und dem Umfang des von jedem Einzelnen Gelesenen auf. Doch ich habe, ausser den vorhin für die Oberprimaner geltenden Ursachen, welche eine solche Buntheit um so mehr zur Folge haben mussten, als sie neben den Quellen ihres Themas und den Hilfs- mitteln zu einer guten Latinität auch noch eins oder das andre classische Werk aus blosser Neigung um es kennen zu lernen wählten, überhaupt den Grundsatz festgehalten, nur hin und wieder zu rathen und zu empfehlen, aber auch dabei in keiner Weise einen Zwang aufzulegen. Anderes erklärt sich daraus, dass die Schüler das schon im Unter- richt Vorgekommene durch die Privatlectüre ergänzten, um Homer, Sophokles, Herodot, Tacitus ganz durchzulesen. Die Ungleichheit im Umfange rührt einestheils von der Verschiedenheit der Fähigkeiten überhaupt, anderntheils davon her, dass die Einen Aus- gaben mit Anmerkungen genau durchmachten, die Andern nur das Lexikon brauchten; zum geringsten Theil wohl von der Ungleichheit im Fleiss, obwohl auch diese nicht ganz abzuleugnen ist. Denn Einige waren so eifrig, zu Hause weiter zu lesen, was, wenn es in den Bereich der auch am Mittwoch gelesenen Autoren hineinfiel, in das obige Verzeichniss aufgenommen ist. Ich habe mich bei schwereren Schriftstellern bis-


