Schulnachrichten.
Die Gesundheit der Lehrer des Gymnasiums war im Ganzen wührend des nun ver- flossenen ereignissreichen Jahres eine gute, nur durch kürzere Unterbrechungen gestörte. Auch ist der Bestand des Lehrercollegiums unverändert geblieben, mit der Ausnahme, dass unser Zeichenlehrer, Herr Hasselhorst, welcher seit 1 ½ Jahren(siehe Programm von 1865, Seite 39) mit treuer Liebe und mit dem besten Erfolge im Gymnasium unter- richtet hatte, um Ostern ausschied, um sich ganz seinem Künstlerberuf zu widmen. Trotz der kurzen Zeit seiner Wirksamkeit und obgleich das Zeichnen nicht zu den Hauptgegenständen des Gymnasialunterrichts gehört, lässt Herr Hasselhorst ein plei- bendes gutes Andenken unter Lehrern und Schülern zurück, die sich sowohl seines Eifers und seiner Geschicklichkeit als auch der liebenswürdigen Anspruchslosigkeit seines gan- zen Wesens noch lange erinnern werden. An seiner Stelle wurde dem hiesigen Bürger und Maler Herrn Adolf Höffler, durch Senatsbeschluss vom 6. April 1866, der Zeichen- unterricht am Gymnasium commissionsweise übertragen. Derselbe berichtet über seine Lebensumstände wie folgt.
dohannes Adolf Höffler, Sohn des hiesigen Bürgers und Kunstmalers Heinrich Friedr. Höffler, geboren am 24. December 1825. Nachdem ich in der Musterschule und dann in dem ehemaligen Stellwag'schen Institut meinen Schulunterricht durchgemacht und frühzeitige künstlerische Anregungen erhalten hatte, trat ich nach dem Tode meines Vaters als Schüler in das Städel'sche Institut ein, besuchte dann München und hierauf Düsseldorf, wo ich Schüler des Sohn'’schen Ateliers wurde. Das Jahr 1848 war Ver-
aulassung, einer früherwachten Reiselust zu folgen; ich ging über den Ocean und ver-


