Aufsatz 
Über die Bestimmung der Entfernung der Sonne von der Erde, insbesondere durch die Venusvorübergänge
Entstehung
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3. Für die Naturalien⸗Sammlungen wurde angeſchafft: Cypselus apus und Mustela putorius. Außerdem machte Herr Abgeordneter C. Gumpert hier auch in dieſem Jahre wieder der Schule ein ſchätzenswerthes Geſchenk mit einer Eierſammlung von einheimiſchen Vögeln. Auch Herr General⸗Conſul Gumpert in Bombay, welcher der Schule bereits im Jahre 1860 eine Sammlung ſchöner oſtindiſcher Conchylien ſchenkte, hat ſeiner pietätsvollen Geſinnung gegen die Anſtalt durch ein werthvolles Geſchenk Ausdruck gegeben. Dasſelbe beſteht aus einer Anzahl von Edelſteinen: Rubin, Sapphir, Waſſerſapphir, Carbunkel, Adular, Topas, Turmalin⸗Topas, Chryſoberyll, Granat, Zimmtſtein, Almandin, Spinell, Bergkryſtall und Graphit. Eine weitere Sendung oſtafrikaniſcher Conchylien von demſelben Geber iſt zwar noch nicht in unſeren Händen, iſt aber bereits an uns abgeſandt. Schule und Lehrer ſind durch dieſen Beweis treuer Anhänglichkeit an die Schule auf das Herzlichſte erfreut und können es ſich nicht verſagen, dieſer Freude öffentlich Ausdruck zu geben. Auch der Sekundaner J. Wertheim ſchenkte eine Anzahl Mineralien und Conchylien.

B. Chronik und ötatiſtik der Anſtalt. I. Die Schule.

Das Schuljahr begann am 21. April 1873 und endete am 28. März 1874. Am 3. und 4. Juni fiel wegen des Pfingſtfeſtes der Unterricht aus. Am 11. und 12. Juni unternahmen mehrere Lehrer mit den Schülern der oberen unde mittleren Klaſſen eine Turnfahrt nach Eiſenach, der Wart⸗ burg, Ruhla und Wilhelmsthal. Auf der Rückfahrt überraſchte die fröhliche Schaar zwar ein heftiges Gewitter; doch gewann der friſche Jugendmuth bald wieder die Oberhand, und mit munterem Geſange rückten die Turner wieder in der Heimat ein, durch ihre Fröhlichkeit die Beſorgniſſe ihrer Angehörigen zerſtreuend. Die unteren Klaſſen hatten am 11. Juni den gewohnten Unterricht und benutzten erſt den 12. zu einem näheren Ausfluge. Die Quartaner und Sextaner wanderten nach dem Höllenthale, die Septimaner und Oktavaner fuhren nach Treffurt und beſtiegen von da aus den Normanſtein. Ich kann es mir nicht verſagen, auch an dieſer Stelle denjenigen verehrten Herren den herzlichſten Dank der Schule auszuſprechen, welche durch unentgeltliches Stellen von Wagen und Pferden es uns möglich gemacht haben, unſeren diesjährigen Ausflug weiter als ſonſt auszudehnen. Die Sommerferien währ⸗ ten vom 30. Juni bis 19. Juli.

Durch eine Verfügung des Königlichen Provinzial⸗Schulkollegiums vom 21. Juli war der An⸗ ſtalt die Betheiligung an einer patriotiſchen Feier des denkwürdigen 2. Septembers freigegeben. Unſere Stadt hatte beſchloſſen, jenem glorreichen Tage durch eine volksthümliche Feier die Weihe eines bleiben⸗ den Erinnerungstages zu geben, und ſo wurde der 2. September zu einem uns Allen unvergeßlichen Feſttage. Die Schule eröffnete die Reihe der Feſtlichkeiten, indem ſie das jährliche Turnfeſt auf den Nachmittag des 1. Septembers verlegte und dasſelbe zu einer Vorfeier des Nationalfeſtes geſtaltete. Die Turnübungen der einzelnen Abtheilungen wechſelten mit dem Geſange religiöſer und Vaterlands⸗ lieder und der Deklamation patriotiſcher Gedichte ab. Die Feſtrede hielt der Direktor, welcher darauf hinwies, daß der Tag von Sedan uns antreiben müſſe zum Danke gegen den Herrn, der alles ſo