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4 Vv 3,682 alſo V= iung 50,115 nang 20413 40173 geogr. Meilen.
Nach dem durch Bradley gewonnenen Reſultat für die Geſchwindigkeit des Lichtes verſuchten verſchiedene Phyſiker, dieſelbe auch auf der Erde zu beſtimmen. Den erſten Verſuch verdankt man dem franzöſiſchen Phyſiker Fizeau, welcher im Jahre 1849 mittelſt eines dazu beſonders conſtruirten Ap⸗ parates und zweier Fernröhre, die in einer bedeutenden Entfernung von einander aufgeſtellt waren, ſehr gute Reſultate erlangte. Der Apparat war auf einer Terraſſe in Suresnes bei Paris aufgeſtellt und beſtand in einer Drehſcheibe, die ſich auf einer horizontalen Axe bewegte und mit mehreren gezahnten Rädern ſo in Verbindung ſtand, daß man durch angehängte Gewichte der Drehſcheibe eine be⸗ liebige Umdrehungsgeſchwindigkeit geben konnte. Auf der Terraſſe in Suresnes und auf dem Mont⸗ martre in Paris, 8633 Meter oder über eine deutſche Meile von einander entfernt, waren zwei licht⸗ ſtarke Fernröhre ſo aufgeſtellt, daß die Bilder der Objecte in ihre gegenſeitigen Brennpunkte fielen. Auf dem Umkreiſe der Scheibe waren 720 Zähne angebracht, welche genau dieſelbe Breite wie die da⸗ zwiſchen liegenden Zahnlücken hatten. An dem Fernrohre in Suresnes befand ſich von der einen Seite ſenkrecht gegen die Axe eine Röhre mit Collectiolinſen, welche das Licht einer ſtarken Flamme coneentrir⸗ ten und auf eine unter 45 Grad gegen die Arxe des Fernrohrs hinter dem Ocular angebrachte Glas⸗ platte warfen, die einen Theil des Lichtſtrahles abſorbirte, den andern in den Brennpunkt des Fern⸗ rohrs ſandte. Durch dieſen Brennpunkt ging nun die gezahnte verticale Drehſcheibe, ſo daß bei deſſen Umdrehung abwechſelnd ein Zahn oder eine Lücke in den Brennpunkt kam. Befand ſich gerade eine Lücke der Scheibe im Brennpunkte, ſo konnte der Strahl ungehindert in das Fernrohr vom Montmartre gelangen und wurde dort von einem in dem Brennpunkte des Fernrohrs ſenkrecht aufgeſtellten Spiegel zurückgeworfen. Der Lichtſtrahl legte auf dieſe Weiſe einen Weg von 2.8633 Meter alſo über zwei Meilen zurück. Drehte man die Scheibe langſam, ſo zeigte ſich abwechſelnd ein Erſcheinen und Ver⸗ ſchwinden des Lichtſtralls in dem im Fernrohre zu Suresnes befindlichen Ocular. Der helle Lichtpunkt wurde ſichtbar, wenn zwiſchen dem von Montmartre zurückkehrenden Lichtſtrahl und dem Auge eine Zahnlücke trat, und verſchwand, wenn ein Zahn ihn verdeckte. Bei ſchnellerer Drehung des Rades folgte auch die Abwechſelung des Erſcheinens und Verſchwindens ſchneller, bei ſehr ſchneller Drehung ſah man den Lichtpunkt ohne alle Unterbrechung, ähnlich der Erſcheinung einer glühenden Kohle, die ſich als feuriger Kreis zeigt, ſobald man ſie ſchnell herum bewegt. Vermehrte man die Geſchwindigkeit des Rades noch mehr, ſo wurde der Lichtpunkt immer blaſſer, bis er endlich verſchwand. Dieſes fand aber ſtatt bei 12,6 Umdrehungen in der Secunde, bei der doppelten Geſchwindigkeit glänzte der Punkt von neuem am hellſten und bei einer dreifachen verſchwand er wieder. Dieſes Verſchwinden konnte aber nur ſo erklärt werden, daß das Licht, um die 8633 Meter doppelt zu durchlaufen, ebenſo viel Zeit gebraucht als die Mitte der Zahnlücke bis zur Mitte des nächſten Zahns während der Umdrehung. Das Licht konnte ungehindert durch eine Zahnlücke hindurchgehen und ſo bis in das Fernrohr vom Montmartre gelangen; allein wenn es vom Spiegel deſſelben zurückgeworfen wurde, befand ſich die Mitte des näͤchſtfolgenden Zahns auf ſeinem Wege zum Auge, und dieſer Zahn heummte alſo den Weg des Lichtſtrahls. Um den Weg von 2.8633 Meter zurückzulegen, verging ebenſoviel Zeit, als nöthig 2. Fal. 12,6 Secunde, mithin legte der Lichtſtrahl in einer Secunde 2.8633. 1440. 12b Meter oder 313274 Különneter oder etwa 42192 geographiſche Meilen zurück.
Bevor übrigens Fizeau ſeine Verſuche enftelle, gab auch Arago ein Verfahren an, ähnlich dem,
war, damit ein Zahn an die Stelle einer Lücke trat, nämlich


