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Zeichnen. 2 St. Verkleinern, Vergrössern, Umzeichnen von Ornamenten, die für den Stickunterricht gebraucht wurden. Die Formen des Renaissance-Ornaments. Natür- liche Pflanzenformen. Aufzeichnen auf Seide, Plüsch, Tuch und Leinen.
Handarbeiten. Sticken, Persisch(à jour), Macramé(Knüpfarbeit), Durchbruch, Holbeintechnik, Applikation, Nadelmalerei, Leinenstickerei. Das Montieren von Kissen, Decken, Tischläufern, Tischen, Etagères.
Kunstgeschichte. 1 St. Egypten, Griechenland, Rom, Altchristliche Zeit, Mittelalter, mit Hervorhebung der Stickerei und des Stickmaterials dieser Zeiten; Farben, Stoffe.
Stenographie. 1 St.(System Gabelsberger). Das System selbst, Rechtschreiben, Schnellschreiben. Michel.
Erste Klasse. B. Klassenlehrer: Oberlehrer Dr. Michel.
Religionslehre. 3 St. Hauptmomente der biblischen und nachbiblischen jüdischen Geschichte. Systematische Religionslehre. Memorieren von Bibelstellen und Psalmen. Die wichtigsten Abschnitte des Gebetbuches wurden übersetzt, erläutert und eingeprägt. Baerwald.
Deutsch. 4 St. Lektüre: Hermann und Dorothea, Iphigenie, Minna von Barnhelm. Privatlektüre ausgewählter Abschnitte aus Dichtung und Wahrheit. Auswahl Goethescher, Schillerscher und Uhlandscher Gedichte. Eingehendere Nachrichten über Lessing, Goethe, Schiller und im Anschluss an diese kürzere Mitteilungen über Klopstock, Herder. Aufsätze: 1) Die Frankfurter Messe einst und jetzt. 2) Schilderung eines Ausflugs. 3) Das Städtchen in Goethes Hermann und Dorothea. 4) Der Kaufmann als Förderer der Kultur. 5) Brief über die Sedanfeier. 6) Das Ende des deutschen Reichs 1804- 1806. 7) Die oberrheinische Tiefebene. 8) Oberlauf der Donau. 9) Goethes Jugendjahre bis 1760. 10) Schiller auf der Karlsschule. 11) Der erste Monolog in Goethes Iphigenie. 12) Vorleben des Majors von Tellheim. Mannheimer.
Französisch. 5 St. a. Grammatik. 3 St. Plötz, Schulgrammatik, Lektion 24— 55.(Anwendung von avoir und être. Reflexive und unpersönliche Verben. Formen- lehre des Substantivs, Adjektivs, Adverbs. Das Zahlwort, die Präposition, Wortstellung, Gebrauch der Zeiten und Modi); mündliche und schriftliche Übersetzungen der Ubungs- stücke; alle 14 Tage ein Extemporale. b. Lektüre: 2 St. Erckmann-Chatrians Contes des Bords du Rhin und Racines Athalie. Memorieren von Gedichten(aus Kamp-Lange: Frankreichs Jugenddichtungen). Das Gelesene wurde auf französisch besprochen und öfter den schriftlichen Übungen zu grunde gelegt; auch wurden gelegentlich kurze litteratur- geschichtliche Notizen gegeben. Michel.
Englisch. 4 St. a. Grammatik. 2 St. Gesenius, Elementarbuch. Reihe II. Kap. I-XXIV, sowie die darauf folgenden zusammenhängenden UÜbungen wurden unter Wiederholung der betr. Regeln schriftlich übersetzt, die dazu gehörigen Prosastücke memo-


