Aufsatz 
De praeclaro illo Chilonis Lacedaemonii Gnothoi seauton cum in omni vitae ratione, tum in scholasticis rebus tenendo
Entstehung
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Candidaten der Philologie und Pädagogik aufgenommen und unterm 1. Juli desselben Jahres von Seiner Ilohbeit dem Herzog zum Conrector in Weilburg guädigst ernannt.

B. FFilhelm Zickendrath, geboren den 4. Februar 1313 zu Lan- genschwalbach, besuchte, durch Privatunterricht vorgebildet, von Herbst 1329 bis dahin 1832 das Gymnasium zu Marburg, bezog hierauf die dortige Universität, anfangs in der Absicht Jura zu studiren, hörte jedoch mehr historische und philologische, als juristische Vorlesungen. Es wurde ihm daher auch nicht schwer, diesen Plan aufzugeben. Allein wegen geschwächter Gesundheit war er genöthigt, einige Zeit mit Privatstudien zu Hlause zuzubringen, und begann das ausschliessende Studium der Philologie erst im Herbst 1854 zu Marburg, wurde aber dort abermals durch eine längere Rrankheit in seinen Studien unterbrochen, so dass er, nachdem er vom Herbst 1335 an zur Wiederherstellung seiner Gesundheit und darauf zur ferneren Vorbereitung auf die philologischen Studien 2 Jahre zu Hause zugebracht hatte, erst im Herbst 1357 die Universität Heidelberg bezichen konnte. Dort setzte er dieselben fort und vollendete sie unter Creuzer's, Bähr's und Schlosser's Leitung. Darauf bestand er zu Ostern 1340 die vorgeschriebene Prüfung in der Philologie und hielt den praktischen Probecursus an dem hiesigen Gymnasium bis IIerbst 1841 ab, von wo er bis Pfingsten 1842 bei den Eltern privatisirte, alsdann aber- zur Versehung der Stelle des damals kranken IIerrn Conrectors Hänle an dem Pädagogium zu Wiesbaden verwendet wurde. Zu seiner ferneren praktischen Ausbildung unterrichtete er ein weiteres halbes Jahr an dieser Austalt, benutzte die Zwischenzeit bis zu seiner hiesigen Anstellung zu Pphilologischen Studien zu Hause und wurde im Mai 1844 zum Colla- borator an dem Gymnasium dahier ernannt.

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