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Weſel, Delft, Roſtock 1342; Glatz, Danzig(Pfarrſchule) 1350; Wildberg, Grünberg(Heſſen) 1353; Lahr(Baden) 1356; Hooren 1358; Speier(auch Mädchenſchule) 1362; Jena 1364; Neu⸗Ruppin, Neiſſe(Pfarrſchulen und unentgeltliches Schülerbad) 1365; Luzern 1361; Dort⸗ mund 1377; Görlitz 1378; Reichenbach(Schulordnung) 1382; Harlem 1389; Alkmar 1390; Dieſſenhofen 1393; Oudenarde 1394; Lüneburg 1398; Raſtatt, Winterthur im 14. Jahrh.; mit dem Gründungsjahr: Ypern 1252; Lübeck, Helmſtädt 1253; Breslau 1267, 1293 u. 1295; Hamburg 1281; Elbing 1300; Poſen 1303; Kiel 1320; Königsberg i. Pr. 1333; Welau 1335; Großglogau 1336; Stendal 1338; Stettin 1390. Im 15. Jahrh. werden als beſtehend erwähnt: Baſel 1408; Biberach, Ehingen 1412; Braunſchweig 1415; Sulz 1417; Budiſſin (Schulordnung) 1418; Eppingen 1421; Duisburg(Pfarrſchule) 1425; Schorndorf 1431; Landau(Schulordnung) 1432; Brandenburg a. d. H.(zwei Pfarrſchulen) 1435; Rapperswyl 1443; Marienburg, Chemnitz 1450; Schelkingen, Herrenberg 1455; Ueberlingen, Roßwein 1456; Roſſel 1461; Dresden 1463; Marbach 1465; Nagold, Nürnberg 1466; Baden, Dur⸗ lach, Hildesheim 1467; Hall 1471; Tübingen, Urach 1477; Geißlingen, Torgau 1480; Seehauſen, St. Goar(auch eine Mädchenſchule) 1482; Siegen 1486; Großbotwar, Waib⸗ lingen 1496: Stuttgarter Schulordnung 1501; Naſſau⸗Dillenburger Schulordnung 1511. Außerdem erwähnt Wieſe a. a. O. als vorreformatoriſch die Schulen in Perleberg, Croſſen a. d. O.(Stadtſchulen); Guben, Sorau, Cottbus, Luckau(Pfarrſchule), Prenzlau, Anclam, Demmin(Stadtſchulen); Stolp(Pfarrſchule), Greifswalde(drei Trivialſchulen); Brieg (Pfarrſchule); Lauban, Magdeburg, Halberſtadt, Aſchersleben, Naumburg(Stadtſchulen), Nordhauſen, Minden, Warendorf(Pfarrſchulen), Schleuſingen, Bielefeld, Lippſtadt, Arnsberg (Trivialſchulen). 1
Weitere Forſchungen werden noch unzählige Schulen an anderen Orten aufweiſen. Nimmt man nun die Kloſter⸗, Dom⸗ und Stiftsſchulen, welche neben jenen Schulen während des Mittelalters in ſehr großer Anzahl beſtanden haben, und den Aufſchwung, den das Schulweſen überhaupt im 15. Jahrh. genommen hat, hinzu, ſo iſt wohl der Schluß berechtigt, daß es um das Schulweſen, im Beſondern auch um das Volksſchulweſen nicht ſo ſchlecht beſtellt war, als man gewöhnlich anzunehmen beliebt; daß vielmehr, abgeſehen von den zeitentſprechenden Fortſchritten in Methode und Hülfsmitteln, und das Latein abgerechnet, unſere Elementar⸗ ſchulen in Städten, Flecken und Dörfern im Allgemeinen und Weſentlichen dasſelbe Gepräge tragen, wie die alten Stadt⸗ und Pfarrſchulen. Dieß iſt die Macht der Tradition, die nirgends ſtärker iſt und wirkt, als in der Schule.
Druckfehler.
S. 3, Z. 9 des Textes von unten leſe man organiſiert ſtatt organifirt. „ 5,„ 12 v. u. ſchulen ſt. chulen.
„ 6, Anmerk. 23 Varm. ſt. varm.
„ 9, Z. 4 v. u. graduierter ſt. graduirter. „ 15,„ 4 Anmerk. 66 torium ſt. orium.
„ 16,„ 14 v. u. einen ſt. ſeinen.
„ 24,„ 3 v. u. virorum ſt. vivorum.
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