Transporf n ναν, εↄ— /:ſ. anAI 4t ful D.. 81 Tbſt.
24. Schneider, beide mißrathen und jeder ſchon 2mal zur Goeretionshausſtrafe verurtheilt. Urſache: Schlechtes Beiſpiel im häuslichen Kreiſe, Arbertsſcheu und bei dem Einen auch Unkeuſchheit 2„
25. Wagenputzer, mit genügendem Auskommen 1„ 26. Nichts haben gelernt und müſſen theils von ihren Angehörigen. theils von den tereſenden Gemein⸗ den unterhalten werden, worunter ein mit„ Behafteter ſich befinder. 6„ 27. Als Lehrlinge ſind gegenwärtig untergebracht: 1. als Setzer in einer Buchdruckerei, 1. bei einem Buchbinder, 1. bei einem Drathweber, 7 de Schuhmachern, 1. bei einem Wagner und 4 bei Schneidern......... 45„ 105 Tbſt.
Von den noch vorhandenen 72 entlaſſenen taubſtummen Mädchen haben gelernt: 1. Kleidermachen und Weißzeugnähen, ernähren ſich ſehr gut und unterſtützen zum Theil ihre Ange⸗
hörigen.. 1.. A.. 18 Tbſt. 2. Das Putzmachergeſchäſt, mit gutem Auskommen 5 3.. 3„ 3. Näherinen wurden, deren Geſchäft nicht ganz gut geht, worunter eine mit wehen Augen. 6„ 4. Weibliche Haus⸗ und Feldarbeiten treiben und können ſich gut ernähren 7„
Dagegen beſchäftigen ſich mit ſolchen Arbeiten, bedürfen dahei noch der Unterſtüßung ihrer
Angehörigen— 42125„ 5. Das ganze Hausweſen führen fur ſich oder für ihre Angehörigen nuf eine muſterhaſte Weiſe 9 10 5“, davon ſind 3 verheirathet. 1 6. Als ſehr geſchätzte Mägde dienen.... 1. 2232„ 7. Als gute Mägde mit hinreichendem Auskommien dienen 1 nn„ 8. Nichts haben gelernt und müſſen theils von ihren Angehörigen, icheils von den berreffenden Gemein. den unterſtützt werden 3 1„ 9. Eine frühere Magd hat ſich der Landſtreicherei ergebem und wurde deßhalb ſchon mit Corections. haus beſtraft..... 3 4— 1 Iuul„ 10. Kleidermachen erlernt gegenwärtig 1 4 3. 3 1 1„ 72 Tbſt.
Durch dieſe ſtatiſtiſchen Angaben wird uns ein ziemlich klares Bild von den Folgen der bisherigen Wirkſamkeit der Taubſtummen⸗Anſtalt von Camberg vorgeführt. Herzogliche Lan⸗ desregierung hatte ſich auch ſchon 1857 hierüber Aufſchluß durch Einziehung von Berichten über die in dem Inſtitute zu Camberg gebildeten Taubſtummen zu verſchaffen geſucht, und in einem Reſcripte an dieſes Inſtitut vom 1. Sept. 1857 ad N. R. 12788 geſagt, daß nach den einge⸗ gangenen Nachrichten die entlaſſenen Taubſtummen beiderlei Geſchlechts größtentheils entweder in Betreibung einer Profeſſion oder in anderer Weiſe nützlich beſchäftigt ſeien, und daß ihnen dabei das Zeugniß von Fleiß, Eifer und einem ſittlich guten Betragen gegeben werde.
Dieſes Ergebniß finden wir auch in den obigen Angaben vollkommen beſtätigt. Denn wenn man die wenigen mißrathenen Taubſtummen davon abzieht; wenn man mit Liebe von ihren Ver⸗ irrungen abſieht, denen ſie ja im menſchlichen Leben in Folge ihres natürlichen Gebrechens weit mehr ausgeſetzt ſind, als die Vollſinnigen: ſo wird gewiß jeder Menſchenfreund mit uns ſagen müſſen, daß nach den angeführten Thatſachen die Wirkſamkeit der Camberger Taubſtummen⸗Anſtalt in ihren Folgen für das praktiſche Leben nur als eine ſehr günſtige bezeichnet werden kann. Und wir glauben, daß für die Zukunft dieſelben ſich noch günſtiger geſtalten werde, da der zu Cam⸗ berg beſtehende Verein zur Beförderung des Taubſtummen⸗Unterrichts es übernommen hat, die Taubſtummen unſers Landes in allen ihren Verhältniſſen ſorgfältigſt zu überwachen und mög⸗ lichſt zu unterſtützen.


