Aufsatz 
Ueber Hydrodiffusion / Joseph May
Entstehung
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7,19871 gr. ¹) schwefelsaures Kali lösten wir in 150,159 gr. Wasser auf und füllten mit dieser Lösung ein 5,34 cm. hohes Solutionsglas. Das Gewicht der eingefüllten Lösung bestimmte sich aus der Gewichts-Differenz zwischen dem leeren und gefüllten Gefäss gleich 63,8766 gr. Hieraus ergiebt sich uᷣ= 2,92219 gr. Nachdem der Versuch 1,7389 Tage gedauert hatte, wurde die rückständige Lösung in das Kochfläschchen gefüllt und ihr Gewicht gleich 70,3290 gr. gefunden.

Von dieser Lösung wurden 23,6526 gr. und 15,5707 gr. in zwei Platintiegel gespritzt und eingedampft Die Abdampfprodukte wogen 0,75123 gr. und 0,49438 gr., woraus sich die ganze Salzmenge der rückständigen Lösung gleich 2,23372 gr. und 2,23299 gr. berechnete. Mit Berücksichtigung des Mittelwerthes dieser beiden Zahlen 2,23335 finden wir 00= 0,68884 gr.

Durch Einführung der für ο Qm, Oo, T und 7 gefundenen Werthe in die Formel:

2 2 Oo 4 9 6 n(1 95) V erhalten wir für die Diffusionsconstante des schwefelsauren Kalis bei einer Temperatur von 15 160 C. den Werth 0,3897. Die eben benutzte Formel wurde, wie man sich erinnern wird, aus der Gl.:

p= GH 2 2 1 8 e-(²⸗) 22 00= 200 1 h 2 i⸗(2 h: e P= O

dadurch hergeleitet, dass in ihr alle Glieder der unendlichen Reihe vom zweiten ab vernach- lässigt wurden. Daraus folgt, dass sie nur auf Versuche angewandt werden darf, in welchen die Grössen h und 7' so gewählt sind, dass in der unendlichen Reihe alle Glieder vom zweiten ab gegen das erste verschwinden Um zu entscheiden, ob dies bei unserem Versuche der Fall war, haben wir das erste und zweite Glied berechnet. Die für dieselben gefundenen Werthe 0,94305 und 0,06555 zeigen, dass die Anwendung der obigen Formel unstatthaft war, und dass der aus derselben entwickelte Werth von zu verwerfen ist.

Um einen Anhaltspunkt für die weiteren Versuche zu gewinnen, haben wir unter der Annahme, der eben gefundene Werth für I sei richtig, berechnet, bei welcher Versuchszeit das zweite Glied der unendlichen Reihe kleiner als 0,001 würde, und gefunden, dass diesses erst nach etwa 15,5 Tagen der Fall sein würde. Wir hätteu nun mit Berücksichtigung dieses Resultates einen neuen Versuch austellen und mit Benutzung des aus demselben entspringenden Werthes von nochmals den Einftuss des zweiten Gliedes prüfen müssen.

¹) Die sämmtlichen mitgetheilten Gewichte sind mit Rücksicht auf die Fehler des Gewichtsatzes und die verdrängte Luft corrigirt; bei letzterer Correktur ist die Volumenänderung durch die Wärme vernach-

lässigt,