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Dr. Briegle bu) und Dr. Schäfer') definitiv angeſtellt. Herrn Diehl wurde bei Beginn des Schuljahres die Verwaltung einer Lehrerſtelle übertragen.
Vom 1. Juni bis zum 25. Juli 1891 waren die Herren Dr. Seip und Hof, vom 27. Juli bis zum Semeſterſchluß Herr Dr. Keil durch militäriſche Dienſtleiſtungen verhindert, ihren Schuldienſt zu verſehen. Ein Teil der Stunden wurde von dem uns zur Stellvertretung für die Zeit vom 1. Juni bis 25. Juli überwieſenen Herrn Henk gegeben; für die übrigen wurde durch Kombination von Klaſſen geſorgt.
Mitte Februar erkrankte Herr Diehl an Gelenkrheumatismus und mußte bis zum Schluß des Semeſters vertreten werden; im Monat März wurden viele Lehrer von heftigen katarrhaliſchen Leiden heimgeſucht, ſo daß der Unterricht nicht an allen Tagen mit voller Regelmäßigkeit gegeben werden konnte.
Mit Beginn des Schuljahres wurde die dritte Realklaſſe in zwei Abteilungen geteilt.
Das Sedanfeſt wurde auch diesmal, obwohl es in die Ferien fiel, in herkömmlicher Weiſe gefeiert; die Anſprache am brennenden Holzſtoß hielt Herr Dr. Maurer.— Am 23. September 1891 veranſtalteten wir eine Körnerfeier, bei der Herr Dr. Nover die Feſtrede hielt.— Am 5. Dezember 1891, Mozart's hundertjährigem Todestage, veranſtaltete unſer Schülerorcheſter unter Leitung des Herrn Sammet und unſer Schülerchor unter Leitung des Herrn Dr. Scheuermann im Feſt⸗ hauſe eine würdige Gedächtnisfeier. Herr Buchhändler Stern hatte uns wieder freundlichſt ein Pianino und ein Harmonium zur Verfügung geſtellt.— Bei unſerer Kaiſerfeier am 27. Januar 1892 hielt Herr Profeſſor Soldan die Feſtrede.— Am 17. März wurde aus dem höchſt⸗ betrübenden Anlaß des Hinſcheidens Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs, unſers geliebten Landes⸗ vaters, eine Trauerfeier abgehalten, bei welcher der Direktor Worte des Gedächtniſſes und der Ermahnung an die Schüler richtete.
An Geſchenken erhielt die Anſtalt: Von Herrn Knöpfel ſeinen Methodiſchen Leitfaden der unorganiſchen Chemie; von Herrn Hauptmann Freiherrn von Eberſtein in Berlin ſeine Urkundliche Geſchichte des reichsritterlichen Geſchlechtes Eberſtein, in 5 Bänden, ſeine Be⸗
ſchreibung der Kriegsthaten des GFM. E. A. von Eberſtein und die von ihm herausgegebenen Kriegsberichte des GFM. von Eberſtein; von dem Direktorium des germaniſchen Nationalmuſeums
¹) Dr. Hermann Briegleb, Sohn des Pfarrers E. Briegleb zu Pfeddersheim, geboren zu Alsheim 1800, abſolvierte das Gymnaſium zu Worms, ſtudierte klaſſiſche Philologie in Gießen und Leipzig, machte Uerbſt 1886—1887 ſeinen Acceß am Gymnaſium zu Worms, wurde daſelbſt ſeit Oſtern 1888 proviſoriſch verwendet und am 9. Juni 1891 definitiv angeſtellt.
²) Dr. Bermann Schäfer, Sohn des Großh. Seminardirektors Schäfer in Friedberg, abſolvierte Oſtern 1880 das Lehrerſeminar ſeiner Vaterſtadt, war bis Uerbſt proviſoriſcher Lehrer an der Vorſchule des Gymnaſiums in Darmſtadt, fünf Jahre Hauslehrer bei Herrn Eduard Grunelius in Frankfurt a. M., machte Oſtern 1886 das Maturitäts⸗ examen am ſtädtiſchen Gymnaſium Frankfurts, ſtudierte von 1886—1889 in Marburg Theologie und Philologie (Franzöſiſch und Latein), hielt ſich zu weiteren Studien drei Monate in Paris auf, wurde Oſtern 1800 proviſoriſch an hieſiger Anſtalt verwendet und am 11. Juli 189]/ definitiv angeſtellt.


