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Einen ſchmerzlichen Verluſt erlitt die Anſtalt im Laufe des Schul⸗ jahrs durch das Ableben eines ſeiner ordentlichen Hauptlehrer,— des Gymnaſiallehrers Heinrich Philipp Friedrich Matthei. Nach kurzem Krankenlager ſtarb derſelbe, noch im friſcheſten Mannesalter ſtehend, am 16. Juli v. J., tief betrauert nicht allein von ſeinen Angehörigen, ſon⸗ dern auch von ſeinen Collegen und Schülern, deren Achtung und Liebe er ſich in hohem Grade erworben hatte. Seine ſterbliche Hülle wurde am 19. Juli, gefolgt von Lehrern und Schülern, zur Erde beſtattet.
Die durch das Ableben des Gymnaſtallehrers Matthei erledigten Lehrſtunden übernahm, durch hohe Miniſterialverfügung vom 8. Auguſt v. J. mit Aushülfe im Unterricht am hieſigen Gymnaſium beauftragt, der Practicant Riedel, bisher beauftragter Lehrer am Gymnaſium zu Hersfeld.
Vom Zeichenunterricht an der Anſtalt wurde unterm 28. April v. J. der Zeichenlehrer Carl Gottlob Merkel auf Anſuchen entbunden; an ſeine Stelle trat in Gemäßheit höherer Verfügung von gleichem Datum der Zeichenlehrer Wilhelm Pfaff.
Sonſtige Veränderungen im Perſonalbeſtande des Lehrercollegiums fanden kurz vor Beginn des Winterhalbjahrs dahin Statt, daß der Gymnaſiallehrer Johann Auguſt Kutſch und der Hülfslehrer Friedrich Spangenberg— Erſterer an das Gymnaſium zu Rinteln, Letzterer an das zu Hersfeld— in gleicher Eigenſchaft alkergnädigſt verſetzt wurden. An ihre Stelle traten als beauftragte Lehrer die Practicanten Ernſt und Kellner.
Zur Gymnaſialpraxis wurden in Folge allerhöchſter Entſchließung, mitgetheilt durch Beſchluß kurf. Miniſteriums des Innern vom 30. Sep⸗ tember, beziehungsweiſe vom 30. October v. J., die Candidaten der Philologie Georg Gerland und Wilhelm Stähle als Practicanten am hieſigen Gymnaſium zugelaſſen.
Hinſichtlich der neu zugetretenen beauftragten Lehrer und Practican⸗ ten wird Folgendes bemerkt:
Johann Julius Eduard Riedel, Sohn des zu Helmarshauſen verſtorbenen Pfarrers Riedel, wurde am 3. Juli 1823 zu Helmars⸗ hauſen geboren. Er erhielt ſeine Schulbildung auf dem Gymnaſium zu Hersfeld, widmete ſich dem Studium der Philologie zu Marburg von Oſtern 1844 bis Oſtern 1848 und beſtand im Mai des Jahres 1848 die theoretiſche Prüfung für Bewerber um ein Gymnaſiallehramt. Vom Herbſt 1850 bis Herbſt 1851 beſtand er ſein Probejahr am Gymnaſium in„Hanau und beſchäftigte ſich dann mit Ertheilung von Privat⸗Unter⸗ richt, bis er im Auguſt 1853 durch Reſcript Kurfürſtlichen Miniſteriums


