Aufsatz 
Erinnerungen an Georg Michael Roth
Entstehung
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verweilen mogte. Uebrigens liebte er sein Amt innig und es war ihm höchst peinlich, daſs die Beschaffenheit seines Körpers ihn so oft in der Abwartung desselben störte.

Als Schriftsteller hat sich Roth einen sehr ehrenhaften Namen erworben und ich gebe hier noch zum Beschlusse das Verzeichniſs sei- ner Schriften, so vollständig es mir möglich ist.

1. Antihermes, oder philosophische Untersuchung über den reinen Begriff der menschlichen Sprache und die allgemeine Sprachlehre, Frankfurt u. Leipzig 1795. 3. Einer der ersten und besten Versuche, die Sprache wissenschaftlich zu begründen*), worüber sich Nicolai(Reisen B. XI. S. 16.) sonderbar genug äuſßsert. Dieses Werkchen erwarb ihm die philosophische Doctorwürde in Erlangen am 6. Februar 1796, von Nicolai den Titel eines philosophischen Queerkopfs.

a. Ueber die bisherige Unmöglichkeit einer Philosophie des Bildes, der Musik und Sprache, Göttingen ⁰796. 8..

3. Ueber den Begriff und die Theile der empirischen Sprachlehre

*) So haben unsere grösten Sprachforscher geurtheilt. Nicolai's Worte, von denen Roth meines Wissens nie Notiz genon men hat, lauten dagegen also:Ein Herr Roth hat einen Antihermes Lerausgegeben, worin der reine Begrifl der mensch- lichen Sprache so rein abgezogen, die reine Darstellung der Vorstellungen 3 0 rein dargestellt, von der leidigen empirischen Absicht, durch die Sprache Vor- stellungen an Andere mitzutheilen, so rein abgesondert ist, daſs, recht beerach- tet, nichts von der Spraclie übrig bleibt, wenn man alle Sprachen der Welt nach 80 reinen Grundsätzen ausmustern wollto. Daran wäre auch nichts gelegen; denn wozu brauchit man die Absicht einer Sprache, wenn man nur den reinen Be- griff davon hat? Was die Sprache des Urn. Roth betrifft, so ists ein groſses Problem, ob in irgend einer reinen oder empirischen Sprache triviale Dinge mit mehr ermüdender Weitschweifigkeit, und schiefe unanwendbare Grillen mit mehe

Gravität vorgetragen werden konnten?*