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Einrichtung des Schülwesens im Grosherzogthum Frankfurt wurde ihm der deutsche und lateinische Sprachunterricht in der vierten Classe (Tertia) übertragen; zugleich wurde er zum Professor der allgemeinen Encyklopädie am Lyceum ernannt, welche er im zweyten Cursus(die- ser ist jedoch nie zu Stande gekommen) lehren sollte.
Im letzten Jahre seines Lebens kränkelte er fast beständig, und nachdem er schon gegen das Ende des verflossenen Sommerhalbjahrs hatte aussetzen müssen, fand er sich, gegen seine Erwartung, auſser Stande, mit dem Anfange des Wintercursus wieder in Thäatigkeit zu treten. Dieses hoffte er jedoch mit Neujahr 1817 thun zu können; gänzlich zerrüttet waren, so gelang es der
8 Kunst des Arztes nur, sein Leben bis zum dritten Januar zu fristen,
da aber seine Eingeweide
an welchem er sanft verschied. 8
Bey kesterer Gesundheit und gröſserer Heiterkeit des Geistes, welche aber durch seine gänzliche Zurückgezogenheit keinesweges begünstigt wurden, hätte Roth gewiſs noch weit mehr als Schulwann gewirkt, wiewohl er auch unter diesen nachtheiligen Umständen viel gewirkt hat. Gegen seine Schüler war er strenge; und wenn er, der ihre Schwächen sehr schnell auffalste, durch Enthüllung derselben die Eigenliebe Mancher beleidigte, so reizte er dadurch doch die Aufmerk- samkeit eines Jeden auf sich selbst, und so wurde mancher Fehler ge- bessert, der sonst ungebessert geblieben wäre. Sein geläuterter Geschmack eignete ihn ganz vorzüglich, die deutschen Aufsätze der Schüler gehörig zu würdigen, wie von ihnen dankbar anerkannt wird. Bey der Erklä- rung deutscher Klassiker, besonders Klopstocks, gieng er, wie auch seine nachgelassenen Hefte zeigen, sehr ins Einzelne, ja ins Kleinliche: er berücksichtigte vorzüglich die Interpunction, und schien ôöft die Form höher als den Stoff zu achten. Die Briefe des jüngern Plinius erklärte er meisterhaft, wiewohl er sich bey dem juristischen darin oft zu sehr
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