Aufsatz 
Einhards Translatio SS. Marcellini et Petrie in kulturgeschichtlicher Beziehung
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Latein, 8 St. II und II? comb. 4 St. Mohr I.: Livius lib. 29 32; privatim pro Archia (oder pro Deiotaro, pro Ligario). II 2 St. Mohr I.: Repetition der Syntax. Überſetzungen, nach Haacke und Köpke, Aufgaben für II und Iv. Wöchentliche Exercitien. II* 2 St. Mitſert: Repetition und Erweiterung der in den vorhergehenden Klaſſen durchgenommenen Lehren der Syntax. Mündliches Ueberſetzen nach Haacke, Aufgaben für III« und IIv. Wöchentliche Exercitien. II und IIv comb. 2 St. Mohr II.: Verg. Aen. I, VII, VIII.

Griechiſch, 7 St. IIe und IIv comb. 4 St. Mohr II.: Xen. Hell. I, II, III; IV kurſoriſch. Herod. Jl. 112 ff. III, 184. 118159. IV, 118144. 2 St. Nohr I.: Hom. Od. lib. 1623. IIv 1 St. Mohr II.: Artikel, Pronomen, Kaſus, Präpoſitionen, nach Koch. IIa 1 St. Mohr II.: Genera, Tempora, Modi des Verbums, Lehre vom Partizipium und Infinitiv, nach Koch. Alle 14 Tage ein Extemporale.

Franzöſiſch, 2 St. Heik: Tempus⸗ und Moduslehre, Artikel nach Plötz Syntax und Formenlehre. Ausgewählte Stücke aus Plötz Chreſtomathie. Alle 14 Tage eine Korrektur.

Geſchichte und Geographie, 3 St. Matthai: Griechiſche Geſchichte bis zum Tode Alexanders des Großen. Nach Herbſt. Geographiſche Repetitionen.

Mathematitk, 4 St. Lahm: 3 St. II und II komb.: Die Potenzen und Wurzeln. Die Logarithmen. Quadratiſche Gleichungen mit einer und mehreren Unbekannten. Nach Bardey. Ähnlichkeit der Figuren. Sätze der neueren Geometrie. Kreisberechnung. Nach Gauß. 1 St. II. Goniometrie und Trigonometrie. 1 St. IIv. Die in der komb. Klaſſe durchgenommenen Lehren der Algebra wurden durch Aufgaben eingeübt.

Phyſik, 2 St. Ritſert: Allgemeine Eigenſchaften der Körper. Begriff und Maß der Kraft. Magnetismus und Elektrizität. Nach Reis.

Prima(Kurſus zweijährig). Klaſſenführer: Dr. Kitſert.

Religionslehre, 2. St. Drandt: Lektüre und Erklärung des Römerbriefs im Urtext. Chriſtliche Glaubens⸗ und Sittenlehre.

Deutſch, 3 St. Römheld: Geſchichte der deutſchen Literatur vom Beginne des XVI. Jahrhunderts ab(mit beſonderer Berückſichtigung von Luther, Hans Sachs, Opitz, Gottſched, Klopſtock und Leſſing) bis zum Anfang der Sturm⸗ und Drangperiode. Erklärung und Vortrag von ſchwierigen Gedichten, beſonders Klopſtockſchen Oden. Lektüre in Leſſings Laokoon. Im Anſchluß an die Privatlektüre wurden kleinere Arbeiten angefertigt und vorgetragen. Dispoſitionsübungen. Aufſatzthemata: Ie: 1. Kreon in Sophokles' Antigone. 2. Begründung der Worte Don Ceſars:Mein Platz kann nicht mehr ſein bei den Lebendigen. (Schillers Braut von Meſſina IV, 9). 3. Der Homeriſche König. 4. Aus der Tiefe ſteigen die Befreier der Menſchheit; und wie die Quellen aus der Tiefe kommen, das Land fruchtbar zu machen, ſo wird der Acker der Menſchheit ewig aus der Tiefe erfriſcht(W. Raabe),(Klaſſenaufſatz). 5. Der dramatiſche Dichter iſt kein Geſchichtsſchreiber(Leſſing, Hamb. Dramaturgie, St. 11). 6. Moſes, Lykurg und Solon. 7. Lobrede auf Theodor Körner. 8. Das ſterbliche Geſchlecht iſt viel zu ſchwach, in ungewohnter Höhe nicht zu ſchwindeln (Göthes Iphigenie I. 3),(Maturitätsaufſatz). I': 1. Gertrud in Schillers Tell. 2. Die Hoffnung. 3. In welcher Geſtalt erſcheinen bei Homer die Götter vor den Menſchen? 4. Begeiſterung iſt die Quelle großer Thaten(Klaſſenaufſatz). 5. Oktavio Piccolomini in Schillers Wallenſtein. 6. Straßburg in der Geniezeit, nach GöthesWahrheit und Dichtung. 7. Warum mußten die bildenden Künſtler den Laokoon anders darſtellen als der Dichter?(nach Leſſings Laokoon VI). O, der iſt noch nicht König, der der Welt gefallen muß! Nur der iſt's, der bei ſeinem Thun nach keines Menſchen Beifall braucht zu fragen(Maria Stuart IV, 10),(Klaſſenaufſatz).