Aufsatz 
Die Stellung unserer Klassiker (besonders Goethes und Schillers) zur naturalistischen Richtung. Eine entwicklungsgeschichtliche Studie
Entstehung
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it alle Kunftnatürlich undübernatürlich, alfo gefteigerte Natur. Schiller fämpft gegen Bürger, foweit er die rohe Natur darftellt, au; im ganzen find die beiden Führer umferer Literatur in diefer Hinficht einer Meinung.

Damit fommen wir zum Schluffe. Goethe und Schiller waren nie völlige Raturaliften; denn neben den niedrigen, ‚peiten der. Menjchen- natur vergaßen fie nicht das Große umd Gwige in ihr zum Ausdrucd zu bringen und fpäter wandten fie fich, von ‚diefem Abivege ins Derbe und Gemeine völlig ab. Soweit der Naturalismus nur das Niedrige hervorfucht, die Entartung al die Hauptjache betrachtet, ift er eine gefährliche und in ihren Folgen bedenkliche, unverantwortliche Verirrung. Wenn aber dieKunft, Wiffenichaft, ein neues Ausdruds- und Hilfs- mittel der Wifjenfchaft werden joll, dann finft fie zu einer Dienerin herab und fan mit ihren unzureichenden Mitteln diefe Aufgabe mur umgenüigend erfüllen. Gin zutreffendes Wort von Jentich, das fich auch) auf die anderen Sünfte bezieht, möge das Ganze abfchließen: Der rohe Naturalismus führt die bildenden Künfte ind Panorama und Bandptifum, die Darftellenden in römische Amphitheater, wo in jeder dargeftellten Schlacht wirkliches Vlut floß und wo der rafende Heraffe3 wirklich und leibhaftig verbrannt wurde. Die würdige Meufik dazır fan mr don einem Orcheftriongeliefert werden oder wie man Tonft die Niefendrehorgeln nennen mag.