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Am 27. Mai unternahmen sämtliche Klassen der Schule einen grösseren, ganztägigen Ausflug mit den verschiedensten Reisezielen, ausserdem wurden von Zeit zu Zeit einige kleinere Spaziergänge ausgeführt.
Am 28. August fand für die an dem Schwimmunterricht des Herrn Reallehrer Dotter beteiligten Schüler in 3 dem Alter nach zusammengesetzten Abteilungen ein Wettschwimmen statt, dem auch die Nichtschwimmer und das Lehrerkollegium als Zuschauer bei- wohnten. In jeder Abteilung erhielten die 3 besten Schwimmer Preise, ausserdem erhielt jeder Teilnehmer eine Erinnerungsgabe. Preise und Erinnerungsgabe bestanden aus passenden Büchern.
5. Geschenke. Eine ganz besonders wertvolle und reiche Gabe ward uns durch Herrn Baron von Heyl zu Herrnsheim in Worms zu Teil. Herr von Heyl stiftete 100 Exemplare des vierbändigen Werkes von Heinrich Boos„Geschichte der rheinischen Städtekultur.“ Nach der Bestimmung des Herrn Stifters ist alljährlich an die 2 besten und würdigsten Abiturienten je ein Exemplar dieses Werkes als Ehrenpreis zu vergeben.
Wir wiederholen auch an dieser Stelle den herzlichen Dank der Anstalt für die uns gewordene Schenkung.
Zu Dank verpflichtet sind wir ferner dem Flottenverein, Ortsgruppe Wimpfen, und dem Odenwald-Klub, Sektion Wimpfen, die uns mit Broschüren und Zeitschriften bedachten, ebenso allen Gebern, die unsere Naturaliensammlungen bereichert haben.
6. Schulgebäude. Am 20. September fand nach vorausgegangener Besichtigung des Schulgebäudes, unter dem Vorsitz des Herrn Ministerialrat von Biegeleben eine Be- ratung über die Erhaltung des Klosters als Baudenkmal und über die Herstellung zweck- entsprechender Schulräumo statt. An dieser Konferenz nahmen teil die Herren Geh. OberschulratNodnagel, Geh. Obermedizinalrat Dr. Neidhart, Geh. Oberbaurat Klingelhöffer, Domkapitular Dr. Benedix, Professor Wikop, Kgl. Regierungsbaumeister und Privatdozent Zeller, Bürgermeister Ernst und der unterzeichnete Direktor. Die Versammlung war ein- stimmig der Ansicht, dass der bauliche Zustand des Klostergebäudes, namentlich mit Rücksicht auf seine Verwendung als Schulhaus, dringend der Abhilfe und Besserung be- dürfe. Herr Zeller erhielt den Auftrag, die Pläne für den Umbau und vergleichende Kostenvoranschläge für einen Umbau und einen Neubau bis zum 1. Januar auszuarbeiten. Diese umfangreichen Arbeiten hat Herr Zeller auch zu dem genannten Termin ausgeführt, trotzdem aber ist unsere im letzten Jahresbericht ausgesprochene Hoffnung, das kommende Schuljahr werde die Entscheidung in der Baufrage bringen, nicht erfüllt. Es ist dies namentlich im Interesse unserer Schüler in hohem Masse zu beklagen, denn es besteht doch nirgends mehr Zweifel darüber, dass der Schulbau in seiner heutigen Gestalt nach den verschiedensten Richtungen Mängel aufweist, dass es namentlich den Forderungen der Gesundheitspflege nicht hinreichend entspricht. Dabei ist der bauliche Zustand zur Zeit derart, dass er in kurzer Frist gefahrdrohend werden wird. Aus diesem Grunde ist die sachgemässe Lösung der Baufrage unbedingt erforderlich, die alsbaldige Lösung aber ist ein Gebot der Pflicht gegenüber unseren Schülern.


