Aufsatz 
Berührungs-Punkte zwischen Psychologie und Pädagogik
Entstehung
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Der Beſtand des Lehrercollegiums iſt hiernach folgender: 1) Rector F. Uihlein, Ordinarius der Secunda; 2) Ordentlicher Lehrer H. Meyer, Ordinarius der Tertia; 3) Ordentlicher Lehrer Th. Gesky, Ordinarius der Quinta; 4) Proviſoriſcher Lehrer Dr. J- Ernſt, Ordinarius der Sexta; 5) Proviſoriſcher Lehrer Dr. F. Ludorff, Ordinarius der Ouarta; 6) Ordentlicher Lehrer C. Roth; 7) Frühmeſſer Bayer, für katholiſche Religion in allen Claſſen; 8) Pfarrer Habermehl, für evangeliſche Religion in Quarta, Tertia und Secunda; 9) Lehrer Kohlhof von der Elementarſchule, für Geſang in allen Klaſſen.

a. Allgemeine Bemerkungen.

Auf Verfügung des Königlichen Provinzial-Schulcollegiums vom 18. Februar 1873 S. 218 und vom 23. Dezember 1873 S. 4602 hat mit Beginn dieſes Schuljahres der Curſus der Tertia, wie dies an faſt allen höheren Lehranſtalten ſchon längſt der Fall war, nunmehr auch in unſerer Schule eine zweijährige Dauer erhalten. Demgemäß ſind von jetzt ab im normalen Falle ſieben Jahre erforderlich, um alle Claſſen zu abſolviren und eine Abkürzung dieſer Zeit wird nur bei her⸗ vorragender Befähigung und entſprechenden Leiſtungen ſtatthaft ſein. Dieſe Anordnung muß als eine weſentliche Verbeſſerung in der Organiſation der Anſtalt begrüßt werden. Denn abgeſehen von dem fang 1873 in Marburg auf Grund ſeiner Inauguraldiſſartionde usu pracesentis et aoristi conjunctivi in enun- ciatis relativis, condicionalibus et temporalibus und unterzog ſich Anfang 1874 der Prüfung pro facultate do-

cendi. Darauf wurde ihm auf Veranlaſſung Königlichen Provinzial⸗Schulcollegiums zu Caſſel die Verſehung der zweiten Lehrerſtelle an der höheren Bürgerſchule zu Geiſenheim proviſoriſch auf ein Jahr übertragen.

2) Franz Ludorff, geb. den 21. Mai 1852 zu Münſter in Weſtfalen, beſuchte vom Herbſte 1861 an die Realſchule I. Ordnung(Realgymnaſium) daſelbſt, verließ dieſe Anſtalt im Herbſte 1869 mit dem Zeugniß der Reife und erwarb ſich im folgenden Sommer in ſeiner Vaterſtadt auch das Gymnaſial⸗Maturitätszeugniß. Vom Herbſt 1869 an ſtudirte er fünf Semeſter auf der Academie zu Münſter, ſodann je ein Semeſter zu London und zu Löwen. Nach Veröffentlichung ſeiner InauguraldiſſertationUeber die Sprache des altengliſchen lay Havelok pe Dane wurde er auf Grund des im Auguſt 1873 zu Gießen abgelegten examen rigorosum von der dortigen philoſophiſchen Fakultät rite zum Doctor der Philoſophie promovirt. Die Prüfung pro facultate docendi beſtand er am 2. Juni 1874 zu Münſter. Darauf wurde ihm mit dem Beginn des jetzigen Winterſemeſters die Verſehung der dritten Lehrerſtelle an der höheren Bürgerſchule zu Geiſenheim proviſoriſch auf ein Jahr übertragen.