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12 wöchentlichen Lebrstunden ertheilt. Simmtliche Zöglinge sind in 12 Abtheilungen gebracht, von denen jede wöchentlich eine Stunde hat. Die Uebungen sind nach einer methodischen Stufen- folge vom Leichteren zum Schwereren geordnet, wobei in den untersten Abtheilungen die Regein des äussern Anstandes in der Haltung und den Bewegungen des Körpers, als Grundlage des ge- sammten Tanzunterrichts, gelehrt nud eingeübt werden.
5) Die gymnaslischen Uebungen, an welchen sämmtliche Zöglinge Theil nahmen, wurden von dem Adj. Dr. Euler geleitet und fanden wöchentlich zweimal im Sommer auf dem Turuplatze des Schulgartens, im Winter in 2 Abtheilungen im Tarnsaale statt. Auch wurde den Alumnen von Dr. Euler Schwimmunterricht nach der Pfuelschen Methode ertheilt.
6) Die botanischen Ercursionen wurden auch in dem verflossenen Sommer unter Führung des Prof. Buchbinder fortgesetzt.
c. Themala zu freien Ausarbeitungen. A. Deutsche:.
I. in Prima. Im S. 1) a. Inwiefern trugen die grossen Kampfspiele der Griechen und na- mentlich die olympischen dazu bei, dass das Bewusstsein nationaler Einheit unter den verschiedenen Stämmen dieses Volls erhalten und immer neu belebt ward? b. Warum war die Verbannung aus dem Vaterlande bei Griechen und Römern in der Regel eine viel härtere Strafe, als sie es jetzt in den europäischen Staaten ist? 2) a. Characterschilderung des Hermann nach Göthe's Gedicht„Hermana und Dorothea.“ b. Characterschilderung des Buttler nach Schillers„Wallen- stein.“ 3) Woher kommt es, dass sich uns in der spätern Erinnerung der Ort und die Gegend, wo wir unsere Jugendjahre verlebt haben, weit über die Wirklichkeit hinaus zu verschönern flegt?— Im W. 4) a. Freie Wahl eines Themas. b. Angabe des Gedankenganges in Schillers FleEic„der Spaziergang.“ 5) a. Unter welchen Umständen und wie lässt Shakspeare die Geister Abgeschiedener im Jul. Cäsar, Hamlet u. Macheth erscheinen? b. Welche Aehnlichkeiten finden sich zwischen den Characteren des Weisslingen im„Götz von Berlichingen“ und des Clavigo in dem gleichnamigen Stück? 6) a. Warum ist es nicht fut wenn wir den Umgang mit Andern zu sehr meiden?(Mit Benutzung der Worte aus Göthes Tasso:„Die Menschen fürchtet nur, wer sie nicht kennt, und wer sie meidet, wird sie bald verkennen.“*) b. Wie ist der Göthesche Spruch zu erklären:„Sprichwort bezeichnet Nationen; Musst aber erst unter ihnen wohnen.“ 7) Kann der Neidische wohl je wahrhaft glücklich sein?
II. in Ober-Secunda. Im S. 1) Metrischer Versuch über einen selbstgewählten Sagenstoff. 2) Versuch einer Characterschilderung des Tempelherrn in Lessings„Nathan.“ 3) Worin liegen für die Jugend Aufforderungen, dem Alter mit Ehrerbietung zu begegnen?— Im H. 4) Angabe der Hauptglieder und des ganzen Gedankenganges in Schillers Lied von der„Glocke.“ 5) Siegfrieds Tod, a metrischer Versuch. 6) Versuch einer Characterschilderung des Leicester in Schiller's „Maria Stuart.“ 7) Woraus erklärt sich die Anhänglichkeit an den Ort, wo wir unsere Knaben- oder Jünglingsjahre verlebt haben? 1
III. in Unter-Secunda. Im. 1) a. Warum ist das Ballspiel für die Jugend so empfehlens- werth? b. Mein Lebenslauf. 2) Schillers„Kampf mit dem Drachen“ als Prosaerzählung. 3) In- wiefern ist das Eisen das nützlichste aller Metalle?— Im W. 4) Brief an einen Freund, worin diesem das kürzlich in Pforta vorgewiesene Mikroskop und dessen Wirkungen beschrieben werden. 5) Inwiefern kann das Wandern dem Handwerksburschen zu grossem Vortheil gereichen? 6) Welche Vergnügungen und Genüsse bietet uns der Winter vor den übrigen Jahreszeiten? 7) Be- schreibung der Pfocie und ihrer nächsten Umgebungen, als Brief an einen Freund.
IVY. Die Abiturienten bearbeiteten folgende Themata: Zu Michaelis: Wie kommt es, dass uns die Jahre unserer Kindheit späterhin gewöhnlich als die glücklichsten unseres Lebens er- scheinen?— Zu Ostern: Inwiefern können Feste, zum Andenken an grosse, um das Vaterland wohlverdiente Männer gefeiert, besonders auf Jünglinge anregend einwirken?
B. Lateinische. I. Ober-Prima. Im S. 1) Rectene Cicero ad Atticum scribat, ab interfectoribus Caesaris rem


