Aufsatz 
Welche Stelle ist dem Unterrichte in der Muttersprache auf den deutschen Gymnasien einzuräumen? / von Wilhelm Karl Lex
Entstehung
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chenrathes Wilhelmi zu Wiesbaden, 5) der poëtische Nachruf des Rectors Muth zu Wiesbaden, 6) Bruchstücke aus verschiedenen Sechulschrif- ten des Verewigten. Diese letzteren werden besonders geeignet sein, sein ganzes Streben zu vergegenwärtigen, in dem Ernste und der RKlarheit eines ächten Schulmannes, der den ephemeren Gebilden der Mode offen Trotz bietet, und das Ganze der höheren Schulbildung nach ihrer in der Natur des Menschen und der Geschichte wurzelnden, unabänderlichen und ewigen Gel- tung auffasst, die einzelnen Theile unbefangen würdiget, und sogar solche Gegenstände, in welchen er selbst nicht unterrichtet, oder denen er zufäl- lig entfernter steht, dennoch nach ihrer wahren Bedeutung zu schätzen und gegen Beeinträchtigungen aller Art kräftig zu schützen nicht unterlässt.

Am 15. August starb plötzlich ein hoffnungsvoller Primaner, Carl Henn, dessen Leiche die Lehrer und Schüler am 135. August zum Grabe geleiteten, und Abends im Saale der Anstalt zu seinem Andenken sich ver- sammelten. Primaner trugen selbst gefertigte Gedichte vor, Burchardi ein deutsches, Jekeln ein lateinisches; daran schloss sich der Vortrag des Directors, und Trauergesänge wechselten dazwischen ab.

Der erste Morgen des Jahres 1855 war einer ernsten Feier aller Classen mit Gebet und Choralgesang im Versammlungssaale gewidmet.

Die bevorstehende Frühlingsprüfung wird den 13. und 14. April Vormittags von 3 bis 11 Uhr und Nachmittags von 2 ½ bis 3 ½ Uhr gehal- ten. Den 14. April Abends von 68 Uhr ist das letzte Winterconcert. Der öffentliche Redeact wird den 15. April Nachmittags von 25 Uhr gehalten. Zu diesen Feierlichkeiten werden die Freunde des öffentlichen Un- terrichtes und alle Gönner der Anstalt geziemend hierdurch eingeladen.

Die akademische Maturitätsprüfung derjenigen Gymnasiasten, welehe auswärtige Anstalten besucht haben, beginnt den 9. April, und die Examinanden haben sowohl Geburtsscheine als Zeugnisse von ihren bisheri- gen Lehrern dabei vorzubringen. Ein späterer Termin ist der 50. April.