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solcker Stoff zum Lehrgegenstande sich eignen, und dazn empfohlen wer-
den können. Die alten Sprachen haben sich in dieser Rücksicht bewüährt;
aber ich bin fest überzeugt, dass man auch durch den Unterricht im Deut- schen ein befriedigendes Resultat herbeiführen kann, und dass daher dieser Sprache gleicher Rang mit jenen in unsern Gymnasien gebührt. Des Leich- ten und Mühelosen findet sich darin nach den ihr gemachten Vorwürfen ge- ung, und da sie des Ernsten und Philosophischen soviel darbietet, wie ir- gend eine Sprache, so wird es auch an dem Schwereren nicht fehlen, um die Geisteskräfte gehörig zu üben und zu stärken. Zugleich unterstützt uns bei diesem Unterricht das Leben, dessen grosser Einfluss auf die Jugend- erziehung nicht immer gehörig beachtet wird. Es bietet auch ausser der
Schule Gelegenheit dar, eigne Beobachtungen über die Sprache anzustellen und das Erlernte praktisch zu üben, was hier einen um so grössern Vortheil gewährt, da der Unterricht in der Muttersprache praktisch betrieben wer-
den muss.
Wir wollen nun zu dem dritten obenangeführten Punkte übergehen, der die lateinische Sprache fast ausschliesslich betrifft, dass sie nämlich das Verständigungsmittel der Gelehrten unter allen Völkern sei, ein Vorzug, der uns bestimmen müsse, gerade ihre Erlernung mit Zurücksetzung der Muttersprache zum Bildungsmittel in unsern Gymnasien zu machen. Ausser dem Nutzen, sprechen ihre Verfechter, den sie als formales Bildungsmittel hat, gewähret sie, gleichsam als schöne Zugabe, noch den Vortheil, sich den wahrhaft Gebildeten aller Welttheile verständlich ausdrücken zu können, befördert dadurch den wechselseitigen Ideenaustausch und macht die Frucht der Anstrengung und der Nachtwachen des einzelnen Forschers nicht blos
zu einem Besitzthum seiner Nation, sondern zu einem Gemeingut aller ge-
bildeten Völker.
Gross ist der Gedanke einer allgemeinen Sprache, und bei ihrer Unmög- lichkeit die Annäherung an diese Idee schon von Bedeutung; ob aber dazu eine ausgestorbene sich eigne, dürfte noch bezweifelt werden. Eine solche
ist nicht mehr dem Wechsel unterworfen„ wie eine lebende, in ihr veralten
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