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Da die ſtädtiſchen Elementarlehrer Herber und Hilpiſch, wie oben berichtet, ſchon ſeit einer Reihe von Jahren bei der Aſpirantenprüfung betheiligt ſind, auch vornehmlich in deren Klaſſen die praktiſchen Uebungen der Seminariſten ſtattfinden, ſo hat denſelben Herzogl. Landesregierung eine Remuneration von je 100 fl. für dieſes Schuljahr bewilligt.
III. Statiſtik.
Das Verzeichniß der Schüler folgt unten. Die Schüler der l. Klaſſe wohnten alle in der Stadt, die der II. und III. Klaſſe wohnten alle im Internat mit Ausnahme jener, deren Eltern in der Stadt wohnen.
Für Vermehrung der Bibliothek und der verſchiedenen Sammlungen, Apparate und Mobi⸗ liargegenſtände waren anſehnliche Summe verwilligt, welche nach Beduͤrfniß verwendet wurden. Beſondere Erwähnung verdient die Anſchaffung eines Flügels aus der Fabrik der Gebrüder Wolff zu Wiesbaden für 600 fl.— Der Centralvorſtand des Gewerbevereins hat auch in dieſem Schuljahre das gewerbliche Zeichnen im Seminar mit den nöthigen Hilfsmitteln unter⸗ ſtützt, wofür hier öffentlich der gebührende Dank ausgeſprochen wird.
In der Verwaltung der Bibliothek, der verſchiedenen Sammlungen und des Internats iſt keine Veränderung eingetreten.
Zur Unterſtützung bedürftiger und würdiger Zöglinge ſind 558 fl. aus öffentlichen Mitteln verwilligt, deren Vertheilung auf Vorſchlag des Lehrerkollegiums von Herzogl. Landes⸗ regierung verfügt worden iſt.— Um verſchiedene Anfragen zu beantworten und Zweifel zu löſen, verweiſe ich auf die bindende Erklärung, welche die Eltern oder der Vormund des Adſpiranten bei der Konkursprüfung unter dem Vermögensſchein über die jährlich zu verwendende Summe und darüber zu geben haben, ob ſie auf Stipendien Anſpruch erheben wollen. Siehe die Inſtruktion, die Vorbereitung für den Schullehrerberuf betreffend, vom 30. September 1856.§. 14, d.
An Geſchenken, wofür den Gebern der gebührende Dank hier ausgeſprochen wird, hat das Seminar im Laufe des Schuljahres erhalten: 1) von Herzogl. Landesregierung: Zur Ge⸗ ſchichte und Statiſtik der Gelehrten⸗ und Schulanſtalten des kaiſerl. ruſſiſchen Miniſteriums der Volksaufklärung, von C. Waldemar; 2) vom Verein für Naturkunde im Herzogthum Naſſau deſſen Jahrbücher 17. Heft; 3) von Hrn. Dr. K. Stamm deſſen Broſchüre; Herzog Adolph und ſeine Zeit; 4) von Hrn. Pfarrer Nink zu Frücht: Leben und ſeliger Heimgang eines Jüngliugs, 5) von Hrn. Lehrer Aug. Müller zu Ems deſſen: der wohlerfahrene Muſik⸗ lehrer; 6) vom Berichterſtatter deſſen oben genannte Bücher.
Schließend erwähne ich hier dankend, daß die HH. Lehrer Fiſchbach in Prath, Frey in Oberwalluf, Kohlhof und Zugmaier in Geiſenheim, Staadt in Niederbrechen, Un⸗ ſin in Oberſelters und Wilhelm in Niederzeuzheim auf Wunſch des H. Zirvas ſchon ſeit einigen Jahren mit der größten Bereitwilligkeit Edelreiſer für die Seminarbaumſchule ge⸗ ſchickt haben.


