Aufsatz 
Die Pflichtforderung pädagogischer Allseitigkeit konzentriert sich im Religionsunterrichte
Entstehung
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worten u. ſ. w. Kein Schüler war zur Pivallektüre gezwungen, weil die Zahl der öffentlichen Lehrſtunden ſchon ſehr groß iſt. Geleſen wurden, außer kleineren poetiſchen und proſaiſchen Stücken: Novelle von Goethe: Tell, Wallenſtein, Maria Stuart und Jungfrau von Orleans von Schiller; Minna von Barnhelm von Leſſing; Zriny, Hedwig und Heyderich von Körner, Friedrich von Spee von Pape; Elias von Pyrker; Amaranth von Redwitz; Pädagog. Mittheilungen von Kellner.

Themata der ſchriftliche Arbeiten: 1. Der zwölfjährige Jeſus, ein Vorbild der Schuljugend. 2. Der zwölfjährige Jeſus im Tempel das Vorbild ſtudierender Junglinge.(Die Wahl unter 1 und 2 war jedem Schüler freigeſtellt.) 3. Was predigt uns die Erntezeit? 4. Vom Kleinen zum Großen. 5. Man lebt nur einmal in der Welt. 6) Wem nicht zu rathen iſt, dem iſt auch nicht zu helfen. 7. Hochmuth kommt vor dem Falle.(Die Wahl unter 6 und 7 war freigeſtellt.) 8. Lob der ſchönen Wiſſenſchaften. 9. Die Macht des Geſanges.(Die Wahl unter 8 und 9 war freigeſtellt). 10. Salas y Gomez, Erzählung nach Chamiſſo. 11. Begriff der wahren Erziehung. 12. Soll die Elementarſchule bloß Denzſchult ſein? 13. Anſchaulichkeit beim Unterricht. 14. Wie erzieht die Volksſchule zur Vaterlandsliebe? 15. Referat über meine Privatlektüre. 16. Abſchiedsrede eines Abiturienten. Auch die andern Lehrer ließen in jedem Trimeſter wenigſtens eine größere Probearbeit in jedem ihrer Lehrgegenſtände machen.

Kehrein. b. Verſuche in der Sprachpraxis durch alle Klaſſen der Elementarſchule, mit fortlaufenden ſchriftlichen Ausarbeitungen zur Regelung der Vorbereitung. 3 St. wöchentlich. Hartmann.

3. Mathematik. a. Arimethik.

III. Klaſſe wöchentlich 3 St. Sommer: Der Zahlenbau und deſſen Anwendung auf Schreiben und Leſen der Zahlen; Erweiterung der Grundrechnungsarten in ganzen Zahlen mit Bezug auf Zahlen⸗ ließe und Abkür⸗ zungen; arithmethiſche und geometriſche Verhältniſſe und Proportionen, mündlich und ſchrifel; die Theil⸗ barkeit der Zahlen und algebraiſches Kopfrechnen. Winter: Weſen, Eintheilung und Veränderung des gemeinen Bruches, die vier Species desſelben, Behandlung des Doppel⸗ und Kettenbruchs, die Grundrech⸗ nungsarten mit Decimalbrüchen, gegenſeitige Verwandlung der Brüche; Behandlung des periodiſchen Bruchs; einfache und zuſammengeſetzte Regel⸗de⸗tri nach. Zwei⸗, Drei⸗, Proportional⸗ und Kettenſatzlöſung; Kontrole der Uebungsaufgaben.

II. Klaſſe wöchentlich 2 St. Sommer: Wiederholung der Regel⸗de⸗tri, insbeſondere Feſtſtellung der kürzeſten

echnungsregeln fürs praktiſche Leben bei den verſchiedenen Löſungsarten; Zins⸗, Termin⸗, Rabatt⸗ und Geſellſchaftsrechnen. Winter: Miſchungsrechnung, Buchſtabenrechnung und Rechnen mit entgegengeſetzten Größen; Quadrieren und Kubieren, Quadrat⸗ und Kubikwurzelausziehen, mit ganzen Zahlen und Brüchen Krontrole der laufenden Uebungsaufgaben.

I. Klaſſe wöchentlich 4 Stunden, und zwar 2 für die Theorie und 2 für die Praxis. Sommer: Wiederholung und Erweiterung der Lehre von den entgegengeſezten Größen, des Quadrat⸗ und Kubikwurzelausziehens; Gleichungen vom erſten Grad mit einer Unbe annten, rein und angewandt; Rechenpraxis in den beiden unteren Klaſſen der Stadtſchule. Winter: Gleichungen vom erſten Grad mit zwei, drei und mehr Unbekannten nach den verſchiedenen Löſungsarten; Einiges von den quadratiſchen Gleichungen; überſichtliche Repetition und Erweiterung des in den drei Klaſſen behandelten arithmetiſchen Unterrichtsſtoffes; Praxis in den zwei oberen Klaſſe der Stadtſchule, nach vorangegangenen Beſprechungen und Aackarbeitunggen.

Zirvas. b. Geometrie.

III. Klaſſe wochentlich 2 Stunden. Sommer: Beſchreibung der wichtigſten mathematiſchen Körper und Betrach⸗ tung der verſchiedenen Arten von Raumgrößen als Grundlage für den Weiterbau; die Lehre von den Win⸗ keln, den Parallellinien und dem Dreieck bis zur Kongruenz; Meſſung und Berechnung der Linien, Winkel und vuadlmßgen Figuren. Winter: Die Lehre vom Drei⸗, Vier⸗ und Vieleck mit Bezug auf äußere und innere Winkelgrößen; Kongruenz der Dreiecke und deren Anwendung auf Aufgaben und Lehrſätze, die Lehre Pneiden Parallelogrammen; der pythagoräiſche Lehrſatz; Meſſung und Berechnung des Kreiſes und ſeiner Theile.

Il. Klaſſe wöchentlich? Stunden. Sommer: Wiederholung und Erweiterung der Lehre von den Parallelo⸗ grammen; räumliche Vergleichung und Verwandlung gradliniger Figuren; die Lehre vom Kreis,(nicht ganz vollendet.) Winter. Fortſetzung und Vollendung der Kreislehre; die Aehnlichkeit der Dreiecke und An⸗ wendung derſelben zur Löſung von Aufgaben; Meſſung und Berechnung der Prismen und Pyramiden.

1. Klaſſe wöchentlich 2 Stunden. Sommer: Wiederholung und Fortſetzung der Lehre von der Aehnlichkeit und deren Anwendung auf das Strahlenſyſtem und die Rektifikation des Kreiſes; Aufgaben. Winter: Als Grundlage für den Weiterbau die Wiederholung vom Meſſen uud Berechnen der Flächen; Stereometrie mit beſonderer Berückſichtigung der mehr ſchwierigen Fälle beim Pyramiden⸗ und Kegelſtumpf, der Kugel und ihrer Theile; Aufgaben;

Geſammtrepetion des geometriſchen Unterrichtsſtoffes aus den drei Seminarklaſſen. Zirvas.