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Vollanstalt bestehen, zu der von Ostern 1905 ab nur noch drei Vorschulklassen gehören. Durch die Teilung der beiden Primen wird es möglich sein, den Unterricht auf der. Oberstufe erfolgreicher zu gestalten.
Eine wichtige Veränderung ist in dem Dezernate der Anstalt vorgegangen. Zum größten Bedauern des gesamten Kollegiums sah sich am 1. Oktober vergangenen Jahres Herr Geh. und Oberregierungsrat D. Dr. Lahm eyer wegen Uberbürdung mit anderweitigen Amtsgeschäften genôtigt, das Dezernat über die Frankfurter höheren städtischen Schulen niederzulegen. Seit dem Jahre 1886 hatte die Klingerschule zu seinem Geschäftsbereiche gehört und im Laufe der Jahre außerordentlich viel An- regung und Förderung von dem hochverehrten Manne erfahren. Es sei uns gestattet, auch an dieser Stelle unserem aufrichtigsten Danke Ausdruck zu geben. Das Dezernat für die Klinger-Oberrealschule ist Herrn Provinzial-Schulrat Dr. Kaiser zuerteilt. Wir begrüßen in diesem Vorgesetzten einen eifrigen Förderer des lateinlosen Real- schulwesens und sind sicher, daß seine reiche Erfahrung als langjähriger Direktor der Oberrealschule in Wiesbaden auch für unsere Austalt segensreich sein wird.
Von den Erweiterungen der Berechtigungen der Oberrealschule ist aus dem verflossenen Jahre der Erlaß Seiner Majestät zu erwähnen, durch den unseren Abi- turienten auch die Offizierslaufbahn in der Marine eröffnet ist unter der Bedingung, daß die Prädikate im Englischen und Französischen„gut“ lauten.
Leider ist die Anstalt auch wieder von schwerem Verluste getroffen worden. Herr Oberlehrer Leopold Abel, der im Herbst 1901 in das Kollegium eingetreten war und sich in kürzester Zeit durch sein kollegiales Wesen und durch seine päda- gogische und wissenschaftliche Tüchtigkeit die Achtung und Liebe von Kollegen und Schülern erworben hatte, erkrankte im Laufe des Novembers. Trotz körperlichen Übelbefindens setzte er nur wenige Tage seinen Unterricht aus, aber ein inneres Leiden, das sich durch keine Energie niederdrücken ließ, zwang ihn, kurz vor Weih- nachten sich einer schweren Operation zu unterziehen. Die glücklich verlaufene Ope- ration gab Hoffnung auf Wiederherstellung, aber ein weiteres nicht erkanntes Leiden entriß uns am 29. Dezeinber den teuren Kollegen. Am Neujahrsmorgen wurde er zur ewigen Ruhe gebettet. Der Unterzeichnete versuchte am Grabe dem Schmerze der Kollegen und Schüler über den Heimgang des teuren Freundes und Lehrers Ausdruck zu verleihen und dem Verdienste des so früh Dahingeschiedenen gerecht zu werden. Trotz seines kurzen Wirkens wird das Andenken Leopold Abels an unserer Anstalt ein dauerndes sein.
Über den Verlauf des Schuljahres ist im übrigen folgendes zu berichten.
Begonnen wurde am Montag den 7. April mit der Prüfung der neu angemel- deten Schüler. Der regelmäßige Unterricht nahm am darauffolgenden Tage seinen Anfang.
Der Geburts- und Todestage der unvergeßlichen Kaiser, Wilhelms I. und Friedrichs III., wurde in üblicher Weise gedacht.
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romanischem Sprachgebiet: Sommer 1889 in Lausanne, Sommer 1896 auf einer Rundreise um das westliche Mittelmeer(Spanien, Nordafrika, Italien); Ostern 1897 Turin und Riviera; Ostern 1898 Paris; Ostern 1899 Florenz und Rom; Sommer 1900 Paris und Guernsey. Mai und Juni 1902 verweilte er mit Urlaub und Stipendium der Stadt Dresden zu Sprachstudien in Grenoble und bereiste im Anschluß daran bis Mitte August Südfrankreich, Pyrenäen und Auvergne.


