— 8—
Which he by many rash aduentures wan,
Since errant armes to sew he first began,
More huge in strength, then wise in workes he was, And reason with foole-hardize ouer ran,/ 12 Sterne melancholy did his courage pas,
And was for terrour more, all armd in shyning bras.
But he that lou'd the youngest, was Sans-loy,
He that faire Vna late fowle outraged,
The most vnruly, and the boldest boy,
That euer warlike weapons menaged,.
And to all lawlesse lust encouraged.
Through strong opinion of his matchlesse might:
Ne ought he car'd, whom he endamaged
By tortious wrong, or whom bereau'd of right.
He now' this Ladies champion chose for love to fight.
In den angeführten Versen fand Wieland das Motiv der verschieden gearteten Schwestern, ferner die beiden Ritter, die Ankunft eines dritten Ritters. Auch das Motiv der Feindschaft zwischen den Schwestern hat Wieland wie folgende Verse zeigen, in seinem Gedichte verwerteti):
2. Prinzessin Colifichon,
Die gerne schwatzte, begann die fünf geliebten Schwestern
Mit allem Witz von der Welt sehr liebreich zu verlästern etc.— Es wird dann erzählt, wie Colifischon dem Titelhelden des Stückes, Amadis, nach einander die Fehler ihrer Schwestern aufzählt.
Die Geschichte des N. A. setzte sich nun folgendermaßen fort: Während Parasol sich noch mit Colifischon über seinen Wunderfächer unterhält, ertönt plötzlich voin be- nachbarten Walde her Waffengeklirr. Der neue Amadis, der Titelheld des Gedichtes, kommt verwundet an. Während Dindonette den Verwundeten pflegt, erzählt Ferafis, sein Sekretär, Fräulein Colifischon die Lebensgeschichte von Amadis: Amadis ist in einem Turme, den die Kunst Merlins erbaut hat, aufgezogen worden. Kein weibliches Wesen darf sich diesem Turme nahen, weil das Orakel dem Vater von Amadis verkündet hat, daß seinem Sohne einst durch eine Frau großes Unglück zustoßen würde. Ein alter Druide wird als sein Wächter bestellt, trotzdem creilt ihn aber sein Schicksal.
Für die Schilderung der Erziehung von Amadis lagen dem Dichter eine Reihe von Motiven des F. Q. vor. So wird uns in ähnlicher Weise im 1. Buch, 9. ²) Gesang des F. Q. die Erziehung Arthurs beschrieben. Dem Druiden bei Wieland entspricht„old Timon“ bei Spenser. Die Lehren, die Timon Arthur gibt, sind ähnlich denen, die Amadis von dem Druiden erhält. Dasselbe Motiv kehrt wieder im 3. Buch, Canto 4 der F. Q.*)
Noch bevor Ferafis die Erzählung der Lebensgeschichte seines Herrn beendet, hat Dindonettedenihrer Pflege anvertrauten Amadis vVerlassen, um ihr Eichhorn, das sich von der Kette losgerissen hat und in den Wald gelaufen ist, wieder einzufangen. Dabei verirrt sie sich und kann den Rückweg nicht mehr finden. So bleibt denn Colifischon allein von den
¹) Vergl. N. A., 6. Gesang, Ausgabe Göschen Bd. 15, S. 77 f. 2) V. 24 f.— ³) V. 222 f.


