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Centralblatt für das geſammte Unterrichtsweſen in Preußen, Langbein's jetzt Krumme's pädagogiſches Archiv, Herrig's Archiv für neuere Sprachen, Sclarek's Naturforſcher, Lüden's Jahres⸗ bericht, Lüben's Schulmann, Delitzſch's aus allen Welttheilen, Central-Organ für Real⸗ ſchulweſen, Leipziger Blätter für Pädagogik(bis October), die Zeitſchrift für preußiſche Landes⸗ kunde und die Zeitung für das höhere Unterrichtsweſen in Deutſchland.
Zur Lehrer⸗Bibliothek gingen, zum Theil antiquariſch erſtanden, ferner hinzu: Leopold Ranke, deutſche Geſchichte im Zeitalter der Reformation, 6 Bde., Graf Dr. R. G. Stillfried, zum ur⸗ kundlichen Beweis über die Abſtammung des Preuß. Königshauſes von den Grafen von Hohen⸗. zollern; Geſchenk des Herrn Verfaſſers. A. Fr. Riedel, zehn Jahre aus der Geſchichte der Ahn⸗ herrn des Preuß. Königshauſes. 1. Bd., und von demſelben Verfaſſer: Geſchichte des Preuß. Königshauſes, 1. und 2. Bd. Beide Werke verdankt die Anſtalt der Munificenz Sr. Excellenz, des Unterricht⸗Miniſters. Ebenſo wurde der Bibliothek gratis überwieſen: Verhandlung der dritten ſchleſiſchen Directoren⸗Conferenz und eine Anzahl Programme verſchiedener Reallehrer⸗ anſtalten, wofür gleichfalls beſtens gedankt wird. Dr. G. Wichert, Phraſeologie aus Nepos und Cäſar; Joſ. Kehrein, Ueberblick der deutſchen Mythologie. Aug. Lüben, ſein Leben und ſeine Schriften, Selbſtbiographie. Sander kurzgefaßtes Wörterbuch der Hauptſchwierigkeiten in der deutſchen Sprache. Ottobald Biſchoff, Leitfaden beim Unterricht in der Geſchichte der chriſtlichen Kirche. Dr. Otto Ule, die Wunder der Sternenwelt. M. Schlichting, chemiſche Verſuche einfachſter Art; Wollſchloͤger, Handbuch der Ethnographie u. ſ. w.; Weinhold, über die Meſſung hoher Temperaturen; E. Langenberg, der Rechenmeiſter in Mark und Pfennigen. Fr. v. Kobell, Tafeln zur Beſtimmung der Mineralien. W. L. Teuffel, Geſchichte der römiſchen Literatur. Dem Herrn Landesgeologen Dr. Möſta beſten Dank für das der Schule geſchenkte Buch: Claus, Lehr⸗ buch der Zoologie. H. Viehoff, Schiller's Leben, Geiſtesentwickelung und Werke nach K. Hoffmeiſter. Erläuterungen zu den deutſchen Claſſikern 10 Bändchen.
Die zur Schüler-⸗Bibliothek hinzugekommenen und meiſtens antiquariſch gekauften Bücher waren folgende: Prof. Ed. Hildebrand's Reiſen um die Erde von Ernſt Koſſack, 3 Thle. W. Kolbe, die Kirche der heil. Eliſabeth zu Marburg. Chateaubriand, Atala, René les Abencerages; Bernardi de Saint-Pierre, Paul und Virginie; Dr. O. Ule, Jahr und Tag in der Natur; Dr. Herm. Maſius, Naturſtudien 2 Bde.; Mauer, Geſchichtsbilder; Dav. Müller, Geſchichte des deutſchen Volkes; Dr. G. Hartwig, Gott in der Natur oder die Einheit der Schöpfung.
r. v. Tſchudi, das Thierleben der Alpenwelt; Dr. Carl Vogt, Vorleſungen über nützliche und chädliche, verkannte und verläumdete Thiere. Maſius, die Thierwelt in Charakteriſtiken.
Wenn in dieſem Jahre im Vergleich zu vor. J. weniger auf die Bibliothek verwandt wurde, ſo iſt dieſes darin begründet, daß ſich im vor. J. günſtige Gelegenheiten zu antiquariſchen Einkäufen boten und daher ein Theil der Rechnungen auf das laufende Jahr übernommen werden mußten. Während daher im Schuljahr Oſtern 1872—73 die Bibliothek um c. 180 Bände vermehrt wurde, gingen in dieſem J. derſelben c. 50 Bde. zu, wodurch die Lehrerbibliothek auf c. 450 und die Schülerbibliothek auf c. 670 anwuchs. Bei der Benutzung der letzteren von den Schülern wurde nach dem bisherigen Princip verfahren, indem nämlich nur an ſolche Schüler Bücher auf je 2 Wochen ausgegeben wurden, welche in ihrem häuslichen Fleiße keine Veranlaſſung zur Klage oder zur Beſtrafung mit Arreſt gegeben hatten. Die Ausgabe der Bücher wurde deshalb von dem Unterzeichneten ſelbſt geleitet, Aſſiſtenz leiſteten hierbei die Secundaner Franz und Ruckert. Bücher, welche mehr unterhaltenden als belehrenden Inhalts ſind, wurden nur während der Ferien ausgeliehen. Auch in dieſem Jahre iſt die Bemerkung und die Bitte begründet, daß die Eltern, wie ſie überhaupt die Beſchäftigungen ihrer Söhne ſoviel nur thunlich beaufſichtigen mochten, ſo insbeſondere auch die Lectüre überwachen und das Leſen unſerer Bibliotheksbücher nur an freien Nachmittagen bezw. Abenden für höchſtens einige Stunden geſtatten moͤchten. Die Erfahrung hat hin⸗ länglich bewieſen, daß der Nutzen, welchen man öfters im deutſchen Styl durch häufiges Leſen von dgl. Schriften zu erlangen glaubte, nicht wahrgenommen werden konnte. Nicht überflüßig ſcheint es hier beſondes hervorzuheben, daß die Eltern bemüht ſein müſſen, eine ſchlechte Lectüre von ihren Kindern unter allen Umſtänden fern zu halten. R
Die ſehr mannigfaltigen und recht zahlreichen Vorlagen und Gypſe für den Zeichenunter⸗ richt wurden weiter vermehrt durch Bethke, Details für Holzbauverzierungen 1. Lfg.; Wimmer, mtitelalterliche Holzſchnitzereien.„2.
An phyſikaliſchen Apparaten wurden beſchafft: 4 große Leydner Flaſchen; 8 franzöͤſiſche
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