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Worten wie Xenophon beschreibt Moltke¹) die Herstellung dieser„Keleks“; leider sind Moltkes Berichte über seine viertägige Reise auf einem solchen Schlauchfloss den Tigris abwärts und über seine Fahrt durch die Stromschnellen des Euphrat zu umfangreich, als dass ich sie hier ganz wiedergeben könnte. Hoffentlich nehmen unsere Lesebücher recht bald diese überaus lesenswerten Schilderungen aus der Feder unseres berühmten Feldmarschalls als kulturhistorisch wichtigen Stoff auf. Von neueren Reisenden sei Freiherr von Oppenheim ²) genannt, der eben- falls von Mossul bis Bagdad auf einem Kelek gefahren ist. Die allerneuste Beschreibung dieser seltsamen Transportmittel hat Paul Rohrbach ³) gegeben, der in den lebhaftesten Farben seine Reise auf dem Euphrat von Samsat aus schildert. Die Briefe über seine Fahrten„In Meso- potamien“ sind besonders deshalb lesenswert und auch im Unterricht sehr wohl verwertbar, weil er wiederholt auf die Rolle hinweist, die Deutschland im Morgenland spielen kann und vielleicht spielen wird, wenn die Keleks der Zeiten Xenophons ersetzt sind durch die dröhnen- den Wagen der deutschen Bagdadeisenbahn.
Und wenn sich auch nur ein kleiner Teil der Hoffnungen erfüllt, die Rohrbach an die Zukunft Mesopotamiens knüpft, so werden gerade wir Deutschen recht sehr Veranlassung haben, bei der Behandlung der Xenophonlektüre„die den Zusammenhang zwischen der antiken Welt und der modernen Kultur aufweisenden Betrachtungen zu ihrem Recht kommen zu lassen.“ ⁴)
1) a. a. O. S. 234.— 2)„Vom Mittelmeer zum persischen Golf“. 1900.— 3)„Die Hilfe“. VII. Jahr- gang. Nummer 1— 6,— 4) Vergl. S. 1.


