3. UVebersicht über die wänrend des Schettjahres I8 osolvierten Pensen.
Secunda.
Ordinarius: Ractor Haas.
Religionslehre. a) Katholiken: 2 St, Bahl. Dubelmann, Leitfaden für den kath. Relig.— 1. Teil. Die Lehre vom Glauben.— Kirchengeschichte: Das 16. Jahrhund.— b) Evangel. Pfarrer Krücke. Noack, Hilfsbuch für den Religionsunterricht. Kirchengeschichte. Von der Reformation bis zur neuesten Zeit. Das Leben Jesu nach dem Eyvang. Mathäus.
Deutsch. 3 St. Bahl. Pütz, Deutsches Lesebuch für die mittleren Klassen etc.— Gelesen: Schiller, Wilhelm Tell, Wallensteins Lager und die Piccolomini. Kulturhistorische Gedichte. — Prosastücke aus dem Lesebuch.— Das Wichtigste aus der Stilistik und Poetik.— Dis- positionsübungen. Alle 3 Wochen ein häuslicher Aufsatz; 3 Klassenaufsätze. Repetition von Gedichten Uhlands.— Themata: 1) b. Cäsars Zug gegen die Pirusten. a. Das Wesen der Freundschaft nach Cicero.— 2) b. Die Macht des Sängers nach Uhl., Taillefer und Bertran de Born. a. Prudens futuri temporis exitum caliginosa nocte premit deus. Horatius Od. 3, 29. — 3) b. Die Kriegführung und Kampfesweise der Britannier. a. Kenntnisse, der beste Reich-
tum.— 4) b. Welchen Einfluss hat die geographische Beschaffenheit eines Landes auf die Beschäftigung und den Charakter eines Volkes? a.„Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt.“ Eichendorff.— 5) b. Wie wird in der Rütliscene die
Rechtmässigkeit der Handlungsweise der Eidgenossen begründet? a.„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.“ 6)„Dem Feinde soll man Brücken, goldne, bauen“. Uhland.— 7) Wie weiss der Dichter in„Wilhelm Tell“ die Ein- heit zu wahren?— 8) Die Beharrlichkeit, ein Hauptcharakterzug der Römer.— 9) Gessler, eine Charakteristik.— 10)„Blinder Eifer schadet nur“«— 11) Begeisterung ist die Quelle grosser Thaten.— 12) Italien, der Gegenstand der Sehnsucht der Deutschen.— 13)„Zwi- schen heut und morgen— Liegt eine lange Frist,— Lerne schnell besorgen— Da du noch munter bist“. Göthe.— Klassenaufsätze: 1) b. Von Bürglen zur hohlen Gasse. a. Wilhelm Tell III. 3. die Meisterscene des Schauspiels.— 2)„Das Lager nur erkläret sein Verbrechen“. — 3)„Aus der Wolke quillt der Segen“ Schiller.
Latein. Realisten 5 St. a. 4 St. Schulte. Siberti-Meiring, Schulgrammatik. Ostermann für Tertia. Grammatik: Syntaxis verbi, daneben repetiert die syntaxis nominis. Mündliches Uebersetzen aus Ostermann für Tertia Alle 8 Tage eine schriftliche Arbeit, abwechselnd Do- mesticum und Scholasticum. Lektüre: Cäsar, bellum civile, lib. I., II., cap. 1—10.— b. 1 St. Plönnis. Ovid Metamorphosen, Ausgabe von Joh. Siebelis. N. 7, 8, 12. Einübung der Quan- tität der Silben und des daktylischen Versmasses.
Gymn. 9 St. Bahl 7 St. LELateinische Grammatik von Seyffert, Süpfle, Aufgaben 2. Teil.— Grammatik: Syntaxis nominis.— Vom Gebrauch der koordinirenden Conjunktionen.— Repe- tition der Syntaxis verbi.— Das Wichtigste aus der Stilistik.— Mündliche Uebungen aus Süpfle 1. Abteilung.— Gelesen: Liv. lib.IV.— cp. 37. Caes. de bell. civ. lib. 1.— cp. 36. Ci- cero Cato Maior. Cic. epp. aus der Zeit des Bürgerkrieges und der Alleinherrschaft Cäsars. — Wöchentlich ein Ex. dom. nach Diktat.— Extemporalien.— Ex. schol. alle 8— 14 Tage. Themate der lateinischen Aufsätze: 1) Factiones et fuisse et fore populis magis exitio quam bella externa(Liv. 4) demonstratur. 2) De bello Romanorum cum Fidenatibus gesto.(Liv. lib. 4.) 3) De vita Catonis Censorii(Cic. u. Nep.).— Plönnis 2 St. Virgil Aeneis Buch 1, 2, 3.
Griechisch. 7 St. Michel. Davon 5 St. IIi. u. IIz. zusammen. a) Grammatik: 2 St. III. u. Ia. Syntaxis verbi und Repetition der syntaxis nominis und der Formenlehre, eingeübt durch ausgewählte Beispiele aus Böhme, Uebungsbuch zum Uebersetzen ins Griech.; wöchent- lich eine häusliche oder Klassenarbeit.— b) Lektüre. 1) III. u. II.. 3 St. Xenophon, Anab.


