Aufsatz 
Beiträge zur Geschichte Limburgs in der Zeit der Dynasten : 2. Teil: Die Zeit Gerlachs II. 1312-1355 / von Christian Bahl
Entstehung
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allen luden di disen brib ansehind odir horent lesen und bekennen uffenbar so vur mich und myne erben daz ich mit wol bedachten synnen und mude um den ersamen man hern Rulen Bunthen scheffen und des spidals meister zu Lympurg von des selben spidals wegen gewinnen und han gewonnen recht und redelichen ewelichen ummer me zu rechtlichem erbe rechte eyn huis und grund wy daz stet und gelegen ist uf der pleitschen by Herman Frydein huise uf der ecken daz zu andern zuden waz und hiez Emeriches der her- borten nebe um vunf punt geldes lympurger werunge jerlicher und ewigir gulde die ich odir myne erben eyme spidals meystir zu Lympurg ewelichen reichen und bezalen sollen gutlichen und bescheidenlichen uf sente Bartholomeus dag des heiligen apostils. Und der vurgenante spidail hait mir und mynen erben sundirlingen gnade und fruntchaff gedan und dut in disen bribe so wanne ich odir myne erben keufen zwey punt geldes lympurger werunge di wol gelegen sin und dem vorgenanten spidail gnuglichen sin an argelest und geben dy dem spidail di sal der spidal nemen und sal uff der vumf punde geldes zwey virzihen dy he hait uf dem vurgenanten myme huise und grunde als der brif sprichet den he mir dar ubir gegeben hait an alle argelist und geverde. Hy by sint gewest dise ersamen lude her Clais der paffe ein vicarius, her Heinrich Wizse eyn scheffen und her Wernher Senger:) burgere zu Lympurg. Zu eyure ewigen stedekeide alre dirre vurgeschribinen dinge so han ich gebeden dese ersamen lude den vurgenanten hern Heinrich Wizsen und hern Heinrichen Mentzen scheffine zu Lympurg daz sy ire ingesigele vur mich und myne erben an disen brib hant gehangen. Und wir Heinrich Wizse und Heinrich Mentze scheffine itzund genand bekennen daz wir um bede des vurgenanten Heintzen Blintzen unse ingesigele an disen brib hant gehangen zu eyme ewigen orkunde alre dirre vurgeschribiner dinge. Aetum et datum in vigilia bte. Katherine virginis anno Dm. M° CCC quinquagesimo quarto.

Originalpergament. Die beiden Siegel an Pergamentstreifen fehlen. Ein Vermerk aus der Zeit kurz nach Ausstellung der Urkunde lautet:Diz ist der brieff von dem gaden uff der pletzen.

XXX

Graf Gerhard VII. von Diez, seine Brüder Deutschordensherr Gottfried und Jungherr

Johann und ihre Mutter Gräfin Jutta quittieren der Stadt Limburg 1500 Pfund Heller,

womit die 150 Pfund jährl. Pfenniggilde abgelöst sind.

1354. 9. Dezember.

Wir Gerhard Grebe zu Ditze und wir Gotfrid*) eyn herre in dem dutschzin orden und iuncher Johan sine brudere und wir frauwe Jutte grebinnen zu Ditze ir muder ir- kennen uns semtliche und besunder vur uns und alle unse erben und nachkumen an disen bribe und dun kunt allen luden di disen selben brib sihent odir horent lesen daz wir hude uff disen dag als dirre brib gegeben wart an gudem pagemente und an gereidem gelde entfangen han von den bescheiden luden den burgemeistern den scheffine dem raide den burgeren gemeinliche und der stad zu Lympurg funfzin hundirt punt haller Lympurger werunge und han sy mit dem selben gelde von uns apgelost und gekauft di andirhalp hundirt punt geldes ierlichir pennig gulde di sy uns gaben und geben solden alle iar von eynre besserunge wegen von seligen greben Gerhardz dode dem God genedig sy dy ein grebe zu Ditze und unser greben Gerhardz hern Gotfridz iuncheren Johans vaddir und unser frauwen Jutten der Grebinnen vurgen. eliche herre und huiswirt waz und verzihen wir vur uns und vur alle unse erben und nachkumen luterliche und genzliche uf di vurgen. burgermeistere scheffine rait di burgere gemeinliche und di staid zu Lympurg und sagen wir sy quit ledig und los an disem selben bribe der vurgen. andirhalp hundirt punt geldes. Zu eynre ewiger stedekeit alre dirre vurgeschribenre dinge han wir Grebe Gerhard Gotfrid Johan und frauwe Jutte di Grebinnen vurgen. unse Inge- sigile an disen brib gehangen. Und darzu han wir gebeden den ediln herren Greben Johann von Nassauwe unser greben Gerhardz Gotfridz Johans libe omel und unsir frawen

Aunm. ¹) Heinrich Wisse, Heinrich Mentze und Werner Senger vergl. Chron. pg. 102 und Nass. Annalen l. c.

pg. 156 und 157 n. 14 und 15 unter den Zeugen. Anm. ²) S. Limb. Chronik pg. 28.