Aufsatz 
Animadversiones criticae de Aeneae commentario poliorcetico / von Adolf Lange
Entstehung
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Johannis traten die Kandidaten des höheren Schulamtes Eduard Mülot und Heinrich Schotten ihr Probejahr am Gymnaſium an.

Während des Winterſemeſters leiſteten der Kandidat Karl Prätorius und der Gymnaſiallehrer a. D. Bernhard Küpker bereitwilligſt Aushülfe.

Karl Prätorius, geboren zu Waren am 23. Juni 1858, luth. Konf., beſuchte das Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt, ſtudierte Philologie und Geſchichte zu Leipzig, beſtand daſelbſt am 3. Juni 1881 die Lehramtsprüfung und leiſtete hierauf vom Herbſt 1881 bis Oſtern 1882 am Gymnaſium zu Waren, und von Oſtern bis Herbſt 1882 am Gymnaſium zu Stendal ſein Probejahr ab.

Bernhard Küpker, geboren zu Berge am 3. December 1842, luth. Konf., beſuchte das ev. Schullehrerſeminar zu Osnabrück, beſtand daſelbſt am 29. September 1865 die Abgangsprüfung und zu Soeſt im Auguſt 1871 die Prüfung pro schola, wirkte ſeit Herbſt 1863 als Lehrer an einer gemiſchten Volksſchule und an einer höheren Töchterſchule zu Osnabrück, wurde Ende 1868 ord. Lehrer am Königl. Seminar zu Aurich, übernahm im Herbſt 1870 die Stelle eines Erziehers im Gräflich Stolbergſchen Hauſe zu Wernigerode, wurde im Herbſt 1876 zum Lehrer am Gymnaſium zu Wernigerode ernannt und ſiedelte zu Oſtern 1879 nach Kaſſel über als Gouverneur der Söhne Sr. Erlaucht des Grafen Otto zu Stolberg⸗Wernigerode.

In dem verfloſſenen Oſter⸗Schuljahre erteilten den Unterricht folgende 35 Lehrer:

a) der Direktor: Dr. Gideon Vogt;

b) zehn Oberlehrer: 1. Prorektor Profeſſor Dr. Otto Weber; 2. Profeſſor Karl Schorre; 3. Pro⸗ feſſor Dr. Georg Lindenkohl; 4. Julius Riedel; 5. Dr. Eduard Auth I; 6. Dr. Chriſtian Prätorius I; 7. Dr. Karl Zuſchlag; 8. Dr. Karl Heldmann; 9. Dr. Wilhelm Krämer; 10. Dr. Eduard Auth II.

c) zwölf ordentliche Lehrer: 1. Johann Püttgen; 2. Lic. theol. Richard örtel(ſeit dem 1. Oktober 1882); 3. Dr. Siegmund Paulus I; 4. Karl Waguer; 5. Dr. Oskar Kins; 6. Dr. Chriſtian Langsdorf; 7. Adolf Stoll; 8. Otto Manns; 9. Julius Zülch; 10. Richard Frauz; 11. Dr. Anguſt Eigenbrodt; 12. Dr. Adolf Lange.

d) fünf wiſſenſchaftliche Hülfslehrer: 1. Dr. Ludwig Lahmeyer; 2. Otto Paulus II; 3. Dr. Joſeph Rübſam(bis Herbſt 1882); 4. Karl Prätorius II(ſeit Herbſt 1882); 5. Bernhard Küpker(ſeit Herbſt 1882).

e) zwei beauftragte Lehrer: Pfarrer Karl Fürer(für den evangeliſchen) und Kaplan Joſeph Hoffmann (für den katholiſchen Religionsunterricht);

f) zwei Elementarlehrer: 1. Wilhelm Stern; 2. Wilhelm Bättenhauſen.

g) ein techniſcher Hülfslehrer für den Geſangunterricht: Franz Temme. Als Probe⸗Kandidaten waren dem Gymnaſium zugewieſen: Ernard Mülot und Heinrich Schotten ſeit

Johannis 1882. B. Schüler.

1. Frequenz.

Während des Schuljahres 1882/83 wurde das Gymnaſium im Ganzen von 710 Schülern beſucht.

Von der Geſamtzahl der Schüler, welche ſich im zweiten Semeſter des Oſter⸗Schuljahres 1881/82 auf 592 belief, gingen vor dem Beginne des Oſter⸗Schuljahres 1882/83 ab: 63. Recipiert wurden im Sommer⸗ halbjahre 1882: 78, ſo daß die Zahl der Schüler wähtend des Sommerhalbjahres 607 betrug.

Von dieſen gehörten:

a) den Oſterklaſſen la 24, Ic 23, IIa 32, IIc 32, IIla 36, IIIc 28, IVa 35, Va 34, VIa 41, zu⸗ ſammen 285;

b) den Herbſtklaſſen Ib 30, Id 17, IIb 33, IId 36, IIIb 47, IIId 37, IVb 45, Vb 44, VIb 33, zuſammen 322 an.