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Notker machte ihn zu ſeinem Caplan und übertrug ihm die Leitung der Domſchulen. Koͤnig Konrad II. zog ihn an ſeinen Hof und lernte ihn ſo ſchätzen, daß er ihn zum Erzbiſchof von Mainz machen wollte ¹) Heinrich III. machte ihn zum Biſchof und ſowohl der Kaiſer wie auch andere hochſtehende Maͤnner hörten gern ſeinen Rath*).
8. Theoduinus ³) 1048—1075 aus Noricum in Baiern, ein Verwandter des Kaiſers, deſſen kräftigſte Stütze er neben den Biſchoͤfen von Utrecht und Metz gegen Dietrich von Holland war.
9. Heinrich der Friedensſtifter¹) 1075— 1091, ſo benannt wegen Einführung des Gottesfriedens in ſein Bisthum 1081. Er iſt ein Sohn des Grafen Friedrich von Toul, ein Verwandter Gottfried des Buckligen und Anhänger Gregors.
10. Otbert 1091—1119, der treueſte Anhänger Heinrichs IV.
Zur Disceſe Lüttich gehörten folgende Klöſter:
I. Das Kloſter St. Lorenz).
3 duſſh war von Biſchof Everacrus begonnen ⁶), unter Reginard vollendet worden und hatte 0 Mönche ¹).
Aebte: 1. Der erſte Leiter des Kloſters war Poppo von Stablo, der jedoch nach vier Jahren ſein Amt dem Biſchof Reginard zuruͤckgab ⁵).
2. Stephan 1026— 1060 ⁹), aus Richards von St. Vannes ſtrenger clugnacenſer Zucht.
Der Nachfolger Stephans iſt:
3. Lambert 1060— 1070, eine Zeit lang Mönch von Deutz, Schüler Adelmanns, ein guter Muſikus und Verſemacher ¹⁰).
4. Eberhard ¹¹), früher Mönch in Florennes, 1070— 1071.
5. Wolbodo 1071—1076, Neffe des Biſchofs Wolbodo; derſelbe wird von Heinrich dem Friedfertigen auf Hanno's Befehl abgeſetzt ¹²).
6. Berengar 1076—1115, ein ſtrenger Anhänger Gregors; unter ihm iſt Ruprecht von Deutz Mönch des Kloſters ¹³). Berengar muß unter Biſchof Otbert eine Zeit lang dem Wolbodo wieder weichen.(ſ. u.)
Lehrer: 1. Lambert, der zweite Abt, von Stephan aus Deutz berufen.
2. Um's Jahr 1050 Ludwig.
3. deſſen Schüler Falchalin, welcher dem Franko an deſſen Arbeiten hilft.
4. Berengar, der ſpätere Abt.
5. Heribrand, Falchalins Schüler.
6. Am Ende des Jahrhunderts Ruprecht von Deutz ¹⁴).
II. Das Kloſter St. Jakob.
Daſſelbe wurde von Balderich begonnen und von Biſchof Wolbodo beendigt ¹³).
Aebte: 1. Olbert von Gembloux, 1020— 1048(ein Schüler von Lobach) welcher das Kloſter mit Mönchen aus Richards Zucht bevölkerte ¹⁰).
2. Albert, welcher von ſeiner Wallfahrt zum Grabe des hl. Jakobus in Santiago de Compo⸗ ſtela Reliquien eeſes Schutzheiligen mitbrachte und mit den dortigen Canonikern eine Societas geſchloſſen hatte ¹⁷).
3) din weiterer Abt Olbert wird in einer Urkunde aus der Zeit des Biſchofs Otbert er⸗ wähnt ¹⁸) und
4. ein Abt Stepelinus am Ende des 11. und im Anfang des 12. Jahrhunderts ¹).
1) S. 7,216,44.— 2) S. 7,216,226.— 3) H. 8,23.— 4) H. 8,352.— 5) S. 8,261 ff.— 6) S. 7,202.—
7 8. 7210.— 8) A. Bittner Wazo und die Schulen von Lüttich S. 28. Auf dieſe Diſſertation(Breslau 1879)
wurde ich erſt nach Beendigung meiner Arbeit aufmerkſam gemacht; ſie iſt bei einer Ueberarbeitung dieſes Ab⸗
Phrittes über die Klöſter, dem einzigen Berührungspunkte beider Arbeiten, benutzt worden.— 9) S. 8,275,40
3 e Pan Hrlt 1039) 135 Jam⸗ nachdemn er 83 ſahre un 2Mopat. regiert atte.— 10) H. 8,6.— 11) 8 8,2,940 . 8,276.— 352— 7,19— 7,207.— Bittner 31.— 17) ibid.— 18)
8,552,79.— 19) H. 8,419.— 1. 1) ſ4. 18 8


