Aufsatz 
Das ß im Neuhochdeutschen
Entstehung
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Schmerz(m. smérze, a. smerzo) ndd. smart.... engl. smart schaarz(m. Swarz, a. suarz) ags. sveart..... swart(t]) Wurz, Haus- etc.(m. a. wurz) g. vaürts, ags. wyrt. eoort ²)

c) nach kurzem Vocal für ursprünglichestt(nhd. tz):

Schatz(m. schaz, a. scaz= Geld, Vermögen) g. skatts, alts. scat, ags. sceat. Andere Beisp. s. III.(atzen: W. at; ergetzen: W. gat; Metze: W. mat; sitzen: W. sat; letzen: W. lat; bitzeln: W. bit; Flitz-: W. flit; glitzern: W. glit; Schlitz: W. slit; Schmitz: W. smit; Witz: W. wit; ritzen: W. writ; Götze: W. gut; Nutzen: W. nut; Schütze: W. skut; stützen: W. stut; Butzen: W. but; Grütze: W. grut; hetzen: W. hat; netzen: W. nat; schwitzen: W. svit; spitz: W. spit; strotzen: W. strut etc.), in welchen die Verdoppelung des t, sowie das ahd. zz, mhd. nhd. tz, sich aus der Assimilation eines ableitenden i(j) mit dem auslautenden Conso- nanten der Stammsilbe erklärt. Außerdem wird eine Vergleichung der unter b. verzeichneten Wörter mit den am Fuße angegebenen urverwandten Formen ergeben, daß das auslautende t(z) in den meisten Fällen ein ab- leitendes ist(vgl. hierzu Grimm, Gr. II. 213 224). Dieses ableitende t Cat,-it, ut, ait) gieng in einer Anzahl von Wörtern in ſ über(vgl. Abschn. IV.: Ameiße, Binße, Horniß, Krebß, Simße, sowie die Lehnwörter Bimßstein, Erbße, Kürbiß, Samßtag, Simß; auch Gemße?), während Hirsch (m. hirz, a. hiruz, ags. héorot, engl. hart) sch an der Stelle des alten t hat. Ueber sch aus s s. Abschn. V).

Umgekehrt tritt im Nhd. z für E ein in beizen, heizen, reizen, Weizen(s. d. W. in Abschn. III. u. IV.) sowie in Schretz= Waldteufel, Poltergeist(m. schraz, a. screz, scraz, auch m. schraz, a. scràz) neben Schrettel(m. schretel, Dimin. von schrat, schrate, a. scrat, scrato).

Auch innerhalb des Hochd. selbst zeigt sich die Fortschiebung eines t zu z, wie in Geiz(m. git, a. kit; m. gitesen= geizen), schnitzen (m. snitzen, aus einem vorauszusetzenden ahd. snitian, vom Plur. Praet. von schneiden), Seufzen(m. siuften, a. süftôn, siuftôn, mit ableit. t.; vgl. ags. sefian, engl. sob, woneben ndd. suhten, ags. sican, engl. sigh; vgl. auch Simße, IV.), und lediglich der durch falsche Schreibung geförderten all- mählichen Schwächung des Sprachgefühls ist es zuzuschreiden, wenn die weiche Spirans, nachdem sie das Gebiet des B überwuchert, auch das zühere z in der häufigen Verderbnis der Endung zen in 1sen anzu- freßen begann. 33

III. Das f und die Wandelungen des ursprünglichen t in den neuhochdeutschen Wurzelverben.

Die neuhochdeutschen Wurzelverben, deren Stamm ursprünglich auf t (a. m. n.= 6) auslautet, folgen hier nach den drei Urvocalen a, i, u ge- ordnet. Die jedesmal bei dem ersten Verbum angegebenen Grundformen (1. Praesens, 2. Sing. Praet., 3. Plur. Pract., 4. Part. Praet.) bestimmen zugleich die Reihenfolge der Ableitungen und Zusammensetzungen. Den

¹) l. surdus(color); ²) 6i8a.= Fgid-., rAdix.