Aufsatz 
Pilzkrankheiten doldenblütiger Gemüsepflanzen. Mit 1 Tafel und 7 Zeichnungen im Text
Entstehung
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durch die Flecken näheren Aufschluß, die nur mit dem Mikrotom erhalten werden können. Es wurden daher kleine Stückchen kranker Blätter, Blattstiele und Stengel mit Flemmingscher Lösung(Chrom-Osmium-Essigsäure) fixiert, in Paraffin ein- gebettet und Schnittserien von 515 B Dicke hergestellt. Gefärbt wurde nach der Eisen-Hämatoxylin-Methode nach Heidenhain. Auf diese Weise erhielt man klare Bilder und konnte feststellen, daß in den Blättern wie Blattstielen und Stengeln sich ein zirka 3 5 E dickes, braunes Mycel inter- zellular ausbreitet, in den Blättern das ganze Gewebe durchsetzt, in die Blattstiele und Stengel jedoch nicht tief eindringt. Unter der Epidermis verlaufen die Pilzhyphen besonders zahlreich, doch nur ganz ausnahmsweise ist ein Eindringen in die Zellen zu konstatieren. Für gewöhnlich schmiegen sich die Hyphen vielmehr nur außen den Zellwänden dicht an und treiben auch keine Haustorien ins Innere der Zellen. Manchmal sammelt sich in den Interzellularräumen das Mycel sehr stark an, und gar nicht selten entwickeln sich dann aus solchen Ansammlungen im Innern der Gewebe Pykniden mit normalen Sporen. Auch Klebahn waren solche in den Blattstielen, vor allem unterhalb der Collenchymzellen, aufgefallen. Die normalerweise unter der Epidermis entstehenden Pykniden haben im Querschnitt kreis- runde oder auch elliptische Gestalt. Die Peridie ist stets voll- ständig von zirka 3 4 Zellschichten gebildet, deren äubßerste braun gefärbt ist, während die inneren hyalin sind. Letztere nehmen wie die Sporen den Farbstoff sehr stark auf. Die Sporen entstehen an kurzen Trägern, die in der innersten Zell- schicht entspringen und das ganze Innere des Fruchtgehäuses bis dicht an die Mündung bedecken. In einen Tropfen Wasser gebracht, lassen die Pykniden die Sporen aus der Mündung in großen Mengen austreten, mitunter in langen Ranken, die jedoch bald im Wasser zerfallen. Bei feuchtem Wetter kann man an kranken Pflanzen im Freien häufig beobachten, wie aus den Pyk- niden überall weiße, bald dickere, bald dünnere, vielfach hin und her gewundene Sporenranken austreten. Besonders stark treten diese an Blättern und Blattstielen auf, die man ein paar Tage in Wasser gestellt hat. Sämtliche Pykniden sind dann mit den weißen Ranken besetzt, die in trockener Luft schnell. erhärten.