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Osterreich, Deutschland, England und Nordamerika beobachtet worden— scheint sie nicht so häufig wie die Varietät auf Sellerie gefunden zu werden, offenbar wegen des wenig auf- fälligen Krankheitsbildes. Sie ist in England z. B. nach den Feststellungen Chittendens¹) bisher nur zweimal gesammelt worden. In Deutschland scheint sie öfter gefunden zu werden. In der hiesigen Gegend wenigstens war der Pilz überall häufig anzutreffen, ohne daß er den Kulturen einen nennenswerten Schaden zugefügt hätte.
Auf den zweijährigen Stengeln der Petersilie fand sich hier ebenfalls häufig die offenbar auch in die nächste Verwandt- schaft der Septoria Petroselini gehörige Rhabdospora nebulosa (Desm.) Sacc. Es ist auffallend, daß dieser Pilz, dessen Diagnose mit der der ersteren in allen wesentlichen Punkten übereinstimmt, Zzwei Jahre später von demselben Autor als Septoria nebulosa Desm. beschrieben wurde. Von Saccardo wurde der Pilz wegen des Vorkommens auf den Stengeln zur Gattung Fhabdospora gestellt.
Wenn man die drei Pilze morphologisch miteinander ver- gleicht, so findet man eine so auffallende UÜberstimmung, daß darnach die Annahme einer nahen Verwandtschaft gerechtfertigt erscheint. Aus diesem Grunde scheint es mir notwendig, bei einer Untersuchung über die Blattfleckenkrankheit des Selleries das Verhältnis des Erregers zu den beiden auf der Petersilie bekannten ähnlichen Pilzen zu berücksichtigen, über deren Be- ziehungen in biologischer Hinsicht man nicht orientiert ist. Ein Versuch Klebahns²), den Selleriepilz auf Petersilien- keimlinge zu übertragen, hatte ein unsicheres Resultat er- geben. Verschiedene Forscher stehen auf dem Standpunkt, daß der Blattpilz des Selleries sich von dem der Petersilie in biologischer Beziehung unterscheidet. Sie fassen daher den ersteren nicht als Varietät des letzteren, sondern als eigene Art auf und nennen ihn Septoria Apii Rostr. Beide Auf- fassungen sind natürlich gleichberechtigt, solange die Pilze nicht auf ihr biologisches Verhalten genau untersucht sind. Denn wenn auch im allgemeinen echt parasitäre Pilze auf bestimmte Nährpflanzen spezialisiert sind, um so mehr, je ausgeprägter der
¹) F. J. Chittenden, Leaf spot of Celery, Journ. Royal Hort. Society,
XXXVII, 1911. ²) H. Klebahn, Jahrb. d. Hamb. Wiss. Anst. XXX, 1912, S. 23.


