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einmal weil Garcke, in der„Flora von Deutschland, zwölfte Auflage“, über diese Pflanze schreibt:„im westlichen Teile des Gebietes meist häufig, im östlichen fehlend,“ ferner weil Heyer-Rossmann ihr Vorkommen bei Laubach in Frage stellen, und im Quadrat 13 überhaupt nicht angeben.(H. R. Seite 186.) In ähnlicher Lage fand ich mich mit Allium sphärocephalum. Garcke, ebenda, bemerkt darüber:„Sehr zerstreut in Mittel- und Süddeutschland, im nördlichen Gebiete nur bei Frankfurt an der Oder“. In der Flora der Wetterau, von„Gärtner, Meyer und Scherbius, 1799, findet sich die Pflanze ebenfalls ver- zeichnet, bei H. R. aber ist sie nicht aufgeführt. Da nun ihr thatsächliches Vorkommen festgestellt ist, so habe ich mich entschlossen, die Pflanze aufzunehmen.—
Einen auffallenden Unterschied in dem physiognomischen Charakter des Pflanzenkleides der drei genannten Bäche unseres, wenn auch kleinen Gebietes, will ich hier erwähnen, weil aus der Thatsache selbst später eine gewisse Folgerung gezogen werden soll.
Überschreitet man im Spätsommer— Ende August— die Wasserscheide zwischen der Wetter und der Horloff, und betritt man, zwischen der Friedrichshütte und Ruppertsburg, das Thal des von beiden zulezt genannten Baches, so fällt uns auf den angrenzenden Thalwiesen ein Doldenträger mit gelbgrün gefärbten Blüten auf. Schon aus seinem häufigen Vorkommen schliessen wir, eine nicht seltene Pflanze vor uns zu haben, nach der unser Auge auf den kaum zwei Kilometer entfernt liegenden Wetter- wiesen indessen vergeblich Umschau halten würde. Es ist Pastinaca sativa, gemein im Horloffthal bis abwärts nach Trais-Horloff, selten in dem Wetterthale bei Laubach. Betreten wir auf derselben Wanderung das Dorf Ruppertsburg von Süd- Westen her, so überschreiten wir die Horloff. An dem UÜbergang zeigt sich: Mentha aquatica in üppigem Wuchs, auf den öden und wüsten Stellen des ansteigenden Berges und an den Zäunen aber: Verbena officinalis, Anthemis tinctoria, Sisymbrium sophia, Dipsacus silvestris. Auch bei Laubach haben wir dürre, sonnige, steile Orte von gleicher geognostischer Beschaffenheit, allein die Pflanzendecke ist eine andere, denn alle fünf genannten Pflanzen fehlen bei Laubach. Folgen wir aber der Horloff nur wenige Schritte bis unterhalb des Dorfes, so steht an dort sich kreuzenden Feldwegen das ansehnliche, gelbblütige Verbascum nigrum, mit der roten Wolle an den Staubblättern, auch diese Pflanze fehlt bei Laubach. Eine fast ähnliche Erfahrung können wir im Frühlinge machen. Rundum, an allen Zäunen und Hecken bei Ruppertsburg finden wir den fingerigen Lerchensporn, bei Laubach weiss ihn nur das Auge des Kundigen zu treffen, denn nur eine kleine Colonie ist unterhalb des Friedhofes angesiedelt.


