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gefärbten Unterseite. Die Blätter sind an den plagiotropen Sprossen, deren Internodien in die Länge gestreckt sind, abweichend von dem Verhalten der verwandten Araliaceen, nach ½ angeordnet und bilden in ihrer Zu- sammenfügung im Waldesgrunde nach Kerner ein Blattmosaik,„ein“, wie er sagt,„mit Rücksicht auf die gegebenen äußeren Verhältnisse äußerst passendes Gefüge.“ Während Schenck und Haberlandt in dieser Angabe mit Kerner über- einstimmen, widerspricht ihr Goebel, der auf Grund unbefangener Naturbeob- achtung dies als erdichtet oder höchstens als einen seltenen Ausnahmsfall bezeichnet. Ich habe die Kernersche Beobachtung an jüngeren, im Schatten eines kleinen Fichtenbestandes dem Boden angeschmiegten Exemplaren mehr- mals auf das schönste bestätigt gefunden. Die Stellung der Blattspreite an den langen, abstehenden Stielen, ist, wie Schenck bemerkt, meist eine schräg nach abwärts gerichtete Von der eingangs beschriebenen Form des Efeublattes, — der das Blatt unseres Waldefeus zugrunde gelegt ist,— gibt es aber nun zahlreiche Abweichungen. Bekanntlich existiert der Efeu in einer großen Anzahl von Kulturformen(man zählt deren gegen vierzig auf), die sich in der Blattbildung sehr erheblich unterscheiden. Eine Abhandlung(?) von A. Treichel: „Verschiedene Blattformen von Efeu“, veröffentlicht in den Berichten des west- preußischen zoologisch-botanischen Vereines zu Elbing, für 1881, ist mir leider unzugänglich geblieben. Buchenau beschrieb Efeublätter von der Form des Blattes von Liquidambar styraciflua, aber„mit noch schmäleren und spitzeren Lappen“ aus den Ruinen der Zisterzienserabtei Hude. Adber auch an ein und derselber Pflanze treten, besonders im Kulturzustande, in der sterilen Region außerordentlich verschiedene Blattformen aut. Ich verweise in dieser Beziehung auf die Figuren 1—5 der beigegebenen Tafel I, in welchen ich Blätter eines sehr üppig gedeihenden, in einem Garten an einer Mauer emporkletternden Efeustockes vorführe. Man möchte kaum glauben, daß alle diese Formen von einem Undividuum stammen. Besonders Fig. 5 ist wegen des asymmetrischen Charakters interessant. Nun ist allerdings hiezu zu pemerken, daß der in Frage stehende Stock, wie ich erfuhr, bisweilen gestutzt wurde, und wir wissen ganz wohl, daß Frost, Insektenfraß, Verstümmelungen etc. die normale Entwicklung oft sehr auffallend peeinflussen und zu Mißbildungen und anderen Abweichungen Anlaß geben können(siehe„Lodenblätter“). Andererseits aber müssen wir eigentliche Mißbildungen(Teratologien) und bloße Bildungsabweichungen scharf auseinanderhalten. So führt Klein an, daß bei Syringa vulgaris die Blätter eines dem Winde stark exponierten, sonst aber keinerlei gewaltsamen Anderungen oder Ereignissen ausgesetzten Stockes die verschiedenartigste Aus- bildung zeigten. Auch Goebel betont, daß üppig entwickelte Sprosse sich viel- fach durch Abweichungen in der Blattgestalt auszeichnen, die man nicht gerade als Mißbildungen bezeichnen könne.
In unserem Falle bin ich umsomehr geneigt, die Beeinflussung durch das zeitweilige Stutzen als gering anzuschlagen, als die sonst in solchen Fällen nicht seltenen Doppelblätter hier gänzlich fehlen. Es handelt sich— meiner Ansicht nach— hier, nachdem solche heterogene Formen auch, wenn auch nicht so reichlich, an wildwachsenden Efeustöcken zu beobachten sind, um eine ausgesprochene, innerhalb ziemlich weiter Grenzen sich bewegende Variabilität der Blattform dieser Region, welche ganz wohl in Einklang zu bringen ist mit der heute herrschenden Ansicht, daß diese Blätter eine Anpassungsform, die oberen dagegen die ursprüngliche, typische Blattform der Pflanze repräsentieren. Auch ist ja allgemein die Variabilität an der Basis der Pflanzen eine bedeutend größere als in höheren Regionen(siehe Rückschlagbildungen).
3 In der Mehrzahl der von mir beobachteten Fälle habe ich übereinstimmend mit anderen Beobachtungen die Blattgröße der unteren Blätter bedeutender gefunden als jene der oberen gleichalterigen Blätter(48, beziehungsweise
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