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Geſellſchaft thatig mit einzugreifen? Was erfüllt uns denn ſo mit Wehmuth, während ſich doch unſere Bruſt vor Freude gehoben fühlt bei dem Gedanken, dem erſehnten Jünglingsalter jetzt ſo viel näher gerückt zu ſein?
Ich will es Euch ſagen, geliebte Schüler. Dieſe unwiderſtehliche Kraft, die Euch faſt wider Euern Willen zu feſſeln ſcheint, iſt keine andere, als die Kraft der Liebe, die Euch bisher auf allen Euern Wegen begleitete, die Euch jetzt noch mit Euern Eltern und Angehörigen, mit Lehrern und Mitſchülern eng verbindet, die Freud' und Leid mit Euch theilte, und Euch ſelbſt da nicht verließ, wo Ihr es vieklleicht am allerwenigſten ahntet. Dieſe Liebe iſt es, welche Euch die Trennung erſchwert; aber gerade dadurch, daß Ihr die Liebe derjenigen, die Euch theuer ſind, beſitzet, daß Ihr glaubet, derſelben würdig zu ſein, und hoffet, ihrer auch ferner würdig zu bleiben, gerade dadurch, ſage ich, erhaltet Ihr zugleich die freudige Zuverſicht, mit welcher Ihr der Zukunft entgegenſehet.
Wenn Ihr Euch dieſe Liebe zu bewahren verſteht; wenn Euch die Stimme Eures Gewiſſens niemals Etwas vorzuwerfen hat, was im Stande ſein könnte, dieſelbe, ſei es auch nur vorübergehend, zu trüben: ſo werdet Ihr auch in Euerm ferneren Leben ebenſo freudig und getroſt wie jetzt von einem Abſchnitte zum andern übergehen. Bleibt Ihr dieſer Liebe werth, ſo kann Euch die Achtung Eurer Mit⸗ menſchen nicht fehlen: Ihr müßt werden, was wir mit Euch ſo ſehnlich wünſchen, worauf all unſer Wirken und Streben bisher gerichtet war, nicht bloß würdige, ſondern auch glückliche Bürger des Staates. Dazu gebe Euch Gott ſeinen Segen!—
Aber auch gegen Sie, verehrteſte Anweſende, die Sie ſo gütig waren, unſerer Einladung freundlich zu entſprechen, und ſchwachen Erſtlingsverſuchen eine ſo nach⸗ ſichtsvolle Aufmerkſamkeit zu ſchenken, habe ich noch eine angenehme Pflicht zu erfüllen. Wenn nämlich Eltern und Angehörige unſerer Zöglinge, wenn einſichts⸗ volle Freunde der Jugendbildung unſerer Anſtalt eine ſolche Theilnahme beweiſen, wie ſie uns heute von Ihnen geworden iſt; ſo iſt dies erfreulich für Lehrer und aufmunternd für Schüler. Ich bitte Sie daher, Sich unſeres wärmſten Dankes verſichert zu halten, und auch in Zukunft dieſer Anſtalt Ihr geneigtes Wohlwollen zu bewahren.


