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Zwei kleine Schulreden, mit welchen die am Schluſſe der Schuljahre 1845,46 und 1846,7 abgegangenen Zöglinge feierlich entlaſſen wurden.
I.
(Gehalten den 27. März 1846.)
Hochgeehrte Verſammlung!
E⸗ liegt mir die Pflicht ob, zum Schluſſe dieſer Feierlichkeit einige Worte des Abſchiedes an diejenigen unſerer Zöglinge zu richten, welche, nachdem ſie den vorge⸗ ſchriebenen Lehr⸗Curſus dieſer Anſtalt durchlaufen haben, jetzt im Begriffe ſtehen, entweder zu einer höheren Lehranſtalt überzugehen, oder ſich einem bürgerlichen Ge⸗ ſchäfte zu widmen. Es iſt dies alſo das letzte Mal, daß ich von meinem amtlichen Standpunkte aus zu denſelben rede; und Sie, verehrteſte Anweſende, die Sie ſo freundlich Ihre Theilnahme für die uns anvertraute Jugend an den Tag legen, wollen auch Zeugen ſein dieſer Handlung, und derſelben durch Ihre Gegenwart eine feſtliche Weihe ertheilen, welche mich zu dem aufrichtigſten Danke verpflichtet. Erwarten Sie aber nicht eine kunſtreiche Rede, welche dem vielbeſchäftigten Lehrer, ohne ſich eines hervorragenden Talentes rühmen zu können, ſchwerlich gelingen möchte, ſondern nur wenige ſchlichte Worte, wie ſie die Stunde des Scheidens dem väter⸗ lichen Freunde in den Mund legt, wenn er junge, noch nnerſaßnge Freunde ihrem


